Akademietheater-Premiere"Die Schwerkraft der Verhältnisse": Wiederentdeckung einer Wunde

Das Akademietheater zeigt Marianne Fritz' "Die Schwerkraft der Verhältnisse" in einer berückenden, bedrängenden Inszenierung von Bastian Kraft.

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"Schwerkraft der Verhältnisse": bedrängender Bilder © RUIZ CRUZ/BURGTHEATER
 

Von „vergessenen“ Künstlerpersönlichkeiten ist oft ein wenig leichtfertig die Rede. Hier nun ist eine Dichterin, die sich dem Literaturbetrieb so konsequent entzogen hat, dass man sie kaum je kennen konnte. Und das, obwohl sie ein monumentales Werk hinterlassen hat. Von der 1948 in Weiz geborenen und in Vorarlberg aufgewachsenen Marianne Fritz heißt es, sie sei vom Erfolg ihres frühen Romans „Die Schwerkraft der Verhältnisse“ (Robert-Walser-Preis 1978) derart verstört gewesen, dass sie sich aus dem Literaturbetrieb völlig zurückzog. Geschrieben hat sie freilich weiter, und wie: den Romanzyklus „Die Festung“, eine Art Österreich-Geschichte des 20. Jahrhunderts, in der sie auch die Bedeutungsräume zwischen den Wörtern ausgiebig erkundete.

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