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Buh-Rufe und "Bella Ciao"-ChöreZuerst Schweinsfüßchen, dann ein "Faschistenmord" bei den Festwochen

Das Lissabonner Teatro Nacional D. Maria II. erregte mit ihrem Stück "Catarina e a beleza de matar fascistas" das Publikum der Wiener Festwochen.

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Ein beklemmender Theaterabend mit einem furiosen Ensemble aus Lissabon © Festwochen/Machado
 

Es war ein aufrüttelnder Theaterabend, der nicht nur unmittelbar in die politische Gegenwart hineinwirkte und zu protestierenden „Alerta“-Chören, Buhrufen sowie Abgängen führte, sondern das Festwochen-Publikum am Mittwochabend im Wiener Museumsquartier richtiggehend erzürnte. Dazwischen wurde auch „Bella Ciao“ angestimmt. Das Gastspiel „Catarina e a beleza de matar fascistas“ des Lissabonner Teatro Nacional D. Maria II. ist harter Tobak: der „Schönheit des Tötens von Faschisten“. Einmal im Jahr treffen sich drei Generationen einer Familie, um den tatsächlich verübten Mord an der Landarbeiterin Catarina Eufémia zu rächen, die 1954 während der Salazar-Diktatur getötet wurde und seither als Symbol für den Widerstand gilt. Der Plan: Zuerst Schweinsfüßchen essen, danach einen Faschisten töten. Die Leiche wird vergraben und eine Korkeiche gesetzt. 73 Bäume wachsen mittlerweile in die Höhe.

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