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Premierenkritik AkademietheaterBernhards "Jagdgesellschaft": Borkenkäfer, Grauer Star und Kaninchen

„Die Jagdgesellschaft“ von Thomas Bernhard ganz in Rot getaucht. Die Schweizer Regisseurin Lucia Bihler legt opulente Bilder zur Textspur.

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++ HANDOUT ++ AKADEMIETHEATER: ´DIE JAGDGESELLSCHAFT´
Robert Reinagl, Maria Happel, Martin Schwab, Arthur Klemt in der "Jagdgesellschaft" © (c) APA/SUSANNE HASSLER-SMITH (SUSANNE HASSLER-SMITH)
 

Das fängt ja gut an: Das Bernhardsche Personal, vom General bis zum Holzknecht steht als eingefrorenes Bild im Nebel, ehe sich die Figuren ruckartig wie Marionetten zu bewegen beginnen. Im nächsten Augenblick sieht man Rot. Auf der Bühne steht ein überdimensionales Puppenhaus, der Salon in der Mitte ist rot möbliert, die  Kostüme sind ebenfalls rot und wären auch auf einem Barockfest ein Renner. Zu beiden Seiten des Salons befindet sich je ein Kabinett im Parterre mit einem Schaukelpferd und einer Flinte an der Wand, die Kabinette im oberen Stock sind mit Badewanne sowie Küchentisch samt Messerblock definiert. Ein Jagdhaus, inmitten eines riesigen Waldes, dessen gesamter Baumbestand vom Borkenkäfer befallen ist. 

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