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PremierenkritikTaboris "Mein Kampf" am Burgtheater: Die Liebe als Nährstoff des Monstrums

Itay Tiran inszeniert am Wiener Burgtheater George Taboris "Mein Kampf": Eine etwas unentschlossene Auseinandersetzung mit der legendären Farce um den jungen Hitler und seinen jüdischen Lehrmeister.

Marcel Heuperman als Hitler: George Taboris "Mein Kampf" ist 33 Jahre nach der Uraufführung wieder am Burgtheater zu sehen © APA
 

Wenn sich zum Finale eine Figur namens Himmlisch ein lebendes Huhn unter den Arm klemmt und genießerisch verkündet, wie er es gleich schlachten, ausnehmen und zerstückeln wird, fürchtet man nicht nur um das Leben der Henne, die da zutraulich den Hals reckt. Man weiß auch, welches Schlachten sich da in der Fantasie des Mannes eigentlich anbahnt. Mit Rainer Galkes Auftritt weicht in George Taboris „Mein Kampf“ jede Komik blankem Grauen.

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