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Vorwurf der BelästigungRoyal Ballet Company suspendierte Choreografen

Nun hat auch Großbritannien seinen Ballettskandal: Die britische Royal Ballet Company suspendierte ihren Artist in Residence.

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Englands Tanzszene: Choreograf suspendiert © APA/DPA/FRISO GENTSCH
 

Österreich wurde im vergangenen Jahr von einem Skandal an der renommierten Ballettakademie der Wiener Staatsoper erschüttert. Nun gibt es einen Fall aus dem Vereinigen Königreich. Die britische Royal Ballet Company hat ihren Artist in Residence, den Choreographen Liam Scarlett (33), aufgrund von Vorwürfen sexueller Belästigung suspendiert. Er soll Ballettschüler dazu aufgefordert haben, ihm Nacktfotos zu senden, sie unangemessen berührt haben sowie während des Umziehens in ihre Garderoben spaziert zu sein, berichtete die "Times" am Donnerstag.

Eine interne Untersuchung dauere derzeit noch an. "Die Vorwürfe gegen Liam wurden uns im August 2019 bekannt", so die Royal Ballet Company in einem Statement. Dieser sei umgehend suspendiert und die Untersuchung eingeleitet worden.

Scarlett, der in den vergangenen Jahren auch am Theater an der Wien und mit dem Wiener Staatsballett gearbeitet hat, galt in Großbritanniens Ballettszene als kommender Star. Er kam 2006 als Tänzer zur Royal Ballet Company, ab 2012 konzentrierte er sich auf die Choreografe. Als Reaktion auf die Vorwürfe sagte das australische Queensland Ballett eine Aufführungsserie seiner Adaption von "Dangerous Liasons" ("Gefährliche Liebschaften") ab.

 

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