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Premierenkritik"jedermann (stirbt)" am Grazer Schauspielhaus: Da, wo die Buhlschaft killt

Das Grazer Schauspielhaus zeigt auf seiner zweiten Bühne „jedermann (stirbt)“ von Ferdinand Schmalz: Im Wurstwagen geht das Spiel vom Sterben in gottlosen Zeiten an.

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Entblößend: Der eiskalte Superdealer Jedermann (Raphael Muff, Mitte) und seine zwei verschuldeten Vettern (Jan Fredrik Hofmann, Nico Link) beim Demütigungsritual zwischendurch © SSH/Lex Karrelly
 

Die Geschäfte? Laufen bestens. Das wird im Garten des Großunternehmers gefeiert, und zwar hinter hohen Mauern, weil: „Ohne Festung kein Fest!“ Na dann: Schampus und Häppchen aus dem schicken Wurstwagen für die Bling-Bling-Bussi-Bussi-Gesellschaft! Unter die mengt sich aber bald der arme Nachbar Gott (Henriette Blumenau) und eine androgyne Verführerin: die Buhlschaft Tod (Lukas Walcher). Der steirische Dramatiker Ferdinand Schmalz hat für sein 2018 am Wiener Burgtheater uraufgeführtes Stück „jedermann (stirbt)“ Hugo von Hofmannsthals berühmtes „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ kräftig durchgerührt und dessen Personal nach Frankenstein-Manier neu vernietet.

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