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Valery TscheplanowaSalzburger Festspiele: Das ist die neue Buhlschaft

Die neue Salzburger Buhlschaft ist nicht neu in Salzburg: Valery Tscheplanowa wurde für ihre Mitwirkung in Ulrich Rasches diesjähriger Inszenierung von "Die Perser" mit tollen Kritiken und einer Nestroy-Preis-Nominierung bedacht.

Jahresempfang der Stiftung
Dei mit dem Ulrich-Wildgruber-Preis ausgezeichnete Tscheplanowa war schon 2018 bei den Festspielen zu sehen. © (c) Juergen Joost (Juergen Joost)
 

Die 38-jährige Deutsche lebt in Berlin und gilt als eine der interessantesten und vielseitigsten Darstellerinnen ihrer Generation. Auf den rotierenden Scheiben von "Die Perser" spielte sie im Landestheater im Frauenchor des persischen Ältestenrates und - barbusig und weiß bemalt - den Geist das alten Perserkönigs Dareios. "Talent, Präsenz, Aura, über all diese Dinge, mit denen man Schauspielerinnen gemeinhin beschreibe, verfüge Tscheplanowa zweifellos", wurde Regisseur Rasche im Vorjahr im Fachmagazin "Theater heute" zitiert, aber das Entscheidende sei "ihr Arbeitsethos, mit welcher Hartnäckigkeit und Lust und Energie sie sich das erarbeitet. Sie verlässt sich nicht auf ihr Können, sondern ist mit äußerster Wachheit bei der Sache und setzt dadurch auch ihre Arbeitspartner in Bewegung."

 

Jedermann in Salzburg: Buhlschaft: Tiefe Einblicke im historischen Rückblick

Verena Altenberger

2021 wird als neue Buhlschaft das große Jahr der Salzburger Schauspielerin Verena Altenberger (33) – sie folgt bei den Salzburger Festspielen 2021 Caroline Peters nach.

APA/HANS PUNZ (HANS PUNZ)

Caroline Peters

Die deutsche Schauspielerin Caroline Peters, seit 2004 Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, wird 2020 zum 100-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele in Hugo von Hofmannsthals "Jedermann" die Buhlschaft spielen.

APA/BARBARA GINDL

Valery Tscheplanowa

Sie war die "Jedermann"-Buhlschaft im Sommer 2019: die 3 deutsche Schauspielerin Valery Tscheplanowa. Nach nur einem Jahr beendete sie ihre "Jedermann"-Zusammenarbeit mit Tobias Moretti wieder.

APA/BARBARA GINDL

Stefanie Reinsperger

Bühnenstar Stefanie Reinsperger mimte 2018 die Geliebte des "Jedermann" Tobias Moretti am Domplatz in Salzburg ...

Stefanie Reinsperger

...  erstmals im kleinen Schwarzen ...

Stefanie Reinsperger

... dann aber kam auch üppiges Babyrosa in Disney-Optik ins Spiel ...

Stefanie Reinsperger

... die Trophäe als bestes Kleid holte sich dieses Stück Stoff definitiv nicht ab. Aber: Blicken wir zurück!

Senta Berger

Senta Berger verkörperte die Buhlschaft 1974 (letzte Vorstellung) sowie von 1975 bis 1978 und 1980 bis 1982. Ein tiefer Ausschnitt gehörte damals dazu. Hier an der Seite von Curd Jürgens 1974.

Sophie Rois

Auch eine der coolsten Miminnen im Theaterbusiness, Sophie Rois, wurde als Buhlschaft im Jahr 1998 in ein kitschiges barockes Kleid gesteckt.

Dörte Lyssewski

Sie verkörperte das Sexsymbol am Domplatz: Dörte Lyssewski in einem schwingenden Traum aus Rot ...

Dörte Lyssewski

.... und herzt ihren Jedermann Ulrich Tukur.

Veronica Ferres

Viel Dekollete gab es in Salzburg in den Jahren von 2002 bis 2004: Veronica Ferres bezirzte Bühnenpartner Peter Simonischek mit tiefem Ausschnitt ...

Veronica Ferres

... und viel Bein.

Nina Hoss

Supersexy, aber noch viel mehr Hirn: So legte Nina Hoss in diesem knallig rotem Kleid die Rolle der Buhlschaft an ...

Nina Hoss

... und zwar von den Jahren 2005 und 2006. Die FAZ bezeichnete sie als "Anti-Jederfrau".

Marie Bäumer

... volles Sexsymbolklischee im Jahr 2007: Marie Bäumer zeigt als Buhlschaft viel Haut.

Sophie von Kessel

Sie verzauberte den reichen Mann in royalem Blau: Sophie von Kessel ...

Sophie von Kessel

... Kein ganz unmutiger Regie-Schritt in den Jahren 2008 und 2009.

Birgit Minichmayr

Als Buhlschaft eine widerspenstige Rampensau in betörendem Orange: Burgtheaterstar Birgit Minichmayr ...

Birgit Minichmayr

... sie trumpfte von 2010 bis 2012 an der Seite von Nicholas Ofczarek in Salzburg.

Miriam Fussenegger

Nur ein Jahr durfte Miriam Fussenegger Jedermann (Cornelius Obonya) betören ...

Miriam Fussenegger

... in einer bezaubernden Robe in Rubinrot ...

Miriam Fussenegger

... schade, denn das Kleid war eines der stilvollsten der Festspielgeschichte.

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Valery Tscheplanowa wurde 1980 in Kasan in der Sowjetunion geboren, kam als Achtjährige (widerstrebend, wie sie erzählt) mit ihrer Mutter nach Deutschland und ist in Schleswig-Holstein aufgewachsen. Sie absolvierte in Dresden eine Tanzausbildung, ehe sie die renommierte Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin besuchte und dort zunächst Puppenspiel, dann Schauspiel studierte. In ihren Jahren als Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin wurde sie von der Zusammenarbeit mit Regisseur Dimiter Gotscheff geprägt, am Schauspiel Frankfurt spielte sie u.a. Kleists Käthchen und Schillers Maria Stuart.

Danach arbeitete sie u.a. am Residenztheater München und an der Berliner Volksbühne, wo sie mit Frank Castorf wieder einen Regisseur fand, dem sie ganz vertraute. Schauspielerin des Jahres wurde sie für ihre Rollen als Gretchen und Helena in Castorfs letzter großer Volksbühnen-Inszenierung "Faust". Heuer wurde sich auch mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet - für ihre Lesung von Paulus Hochgatterers "Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war". Sie wirkt auch immer wieder in TV-und Kinoproduktionen mit - von Serien wie "Küstenwache" (2007) und "Doktor Martin" (2009) bis zu Andreas Dresens "Whisky mit Wodka" und Dominik Grafs "Im Angesicht des Verbrechens".

Ihr Selbstbewusstsein unterstreicht eine Aussage in einem "Tagesspiegel"-Interview. "Ich sehe sofort, wenn ich auf eine Probe komme, ob es mich interessiert oder nicht. Und oft interessiert es mich nicht." Interessante Voraussetzungen für Michael Sturminger und seine "Jedermann"-Inszenierung aus 2017. Tobias Moretti spielt wieder die Titelrolle, sein Bruder Gregor Bloeb übernimmt von Hanno Koffler die Doppelrolle Guter Gesell und Teufel, und auch sonst sind viele Domplatz-Debüts angekündigt: Falk Rockstroh spielt den Glauben, Helmut Mooshammer den Armen Nachbarn, Michael Masula den Schuldknecht, Markus Kofler den Koch. Björn Meyer und Tino Hillebrand verkörpern den dicken und den dünnen Vetter. Wiederaufnahme-Premiere ist der 20. Juli 2019.

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