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Vergabe in der Oper Graz47 Nominierungen für Österreichischen Musiktheaterpreis

Der Österreichische Musiktheaterpreis wird am 19. Juni erstmals in Graz vergeben. Mit Bass Kurt Rydl und Bariton Thomas Hampson stehen zwei Ausgezeichnete bereits fest.

Auch nominiert: Die Grazer Produktion von Emmerich Kálmáns "Zirkusprinzessin" © Werner Kmetitsch
 

Der Österreichische Musiktheaterpreis begeht nach fünf Jahren in Wien den "Aufbruch in die Bundesländer": Am 19. Juni wird die Preisverleihung, bei der schon bisher vor allem die Landestheater und die Wiener Volksoper um Papageno-Trophäen in 14 Kategorien in den Ring gestiegen sind, erstmals an der Grazer Oper stattfinden.

Die Jury setzt sich heuer neu zusammen und wird von Kulturjournalisten gestellt - auch der Nominierungsprozess wurde verändert: Zusätzlich zu Einreichungen der Häuser konnten Jurymitglieder selbstständig Nominierte auf die Liste setzen. Als Sonderpreise werden auch heuer wieder der ORF-III-Medienpreis sowie der Österreichische Musiktheaterpreis für das Lebenswerk verliehen. Das Bundeskanzleramt unterstützt zum zweiten Mal den Off-Theaterpreis, für den heuer "Pallas Athene weint" der Neuen Oper Wien, "Die weiße Rose" der Tabaktrafik sowie "Baruchs Schweigen" von EntArteOpera nominiert sind.

In der Königskategorie der besten Opernproduktion gehen "Capriccio" am Tiroler Landestheater, "La Wally" an der Wiener Volksoper, "Salome" am Klagenfurter Stadttheater sowie "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" am Salzburger Landestheater ins Rennen, als beste "Operette" sind "Axel an der Himmelstür" (Volksoper), "Land des Lächelns" (Klagenfurt) sowie die "Zirkusprinzessin" (Graz) nominiert.

Für die Hauptrollen-Preise stehen Anna-Maria Kalesidis, Angela Brower, Marlis Petersen und Christa Ratzenböck bei den Frauen und Uwe Stickert, Csaba Szegedi sowie Aleš Briscein (Zwerg in „Der Zwerg“ von Alexander Zemlinsky an der Oper Graz) bei den Männern auf der Liste. Prämiert wird auch das beste Musical, das beste Ballett, Dirigenten, Regisseure, Ausstatter, Neben- und Nachwuchsdarsteller.

Zum Preis

Mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis werden seit 2012 herausragende Leistungen in den Opern- und Theaterhäusern Österreichs ausgezeichnet. Dazu werden die Produktionen der vorangegangen Spielsaison von den Theatern eingereicht und von einer namhaften Jury aus Medienvertretern und international tätigen KünstlerInnen und TheatermanagerInnen bewertet. Erstmals können die Jurymitglieder im Jahr 2018 zusätzlich Produktionen sowie KünstlerInnen nominieren. Damit wird das Spektrum der Nominierungen breiter und spiegelt die vielfältige Kulturarbeit an den Häusern in Österreich wider.

Initiiert wurde der Österreichische Musiktheaterpreis vom Verein Artprojekt, einem Team um den Präsidenten Karl Michael Ebner; der 46-jährige Oberösterreicher ist Oboist, Dirigent, Tenor an der Volksoper und Intendant des Musikfestvals Steyr.

"Goldene Schikaneder": Namensgeber für die künstlerisch gestaltete Trophäe ist der Liberettist Emanuel Schikaneder. Der "Oscar" des Musiktheaters zeigt sich heuer im neuen Gewand: aus der sitzenden Papageno-Statuette aus der Wiener Porzellanmanufaktur Augarten wird in diesem Jahr ein stehender Papageno aus Ton, dessen veränderte Haltung sinnbildlich für den Aufbruch in die Bundesländer steht. Entworfen und von Hand gefertigt wurden die teilvergoldeten Statuetten von der Kärntner Künstlerin Andrea Rex.

Gala mit Solisten, Chor, Ballett und Orchester der Oper Graz. 19. Juni, 19 Uhr, Oper Graz. Karten: Tel. (0316) 8000. oper-graz.com

www.musiktheaterpreis.at


Das Stadttheater Klagenfurt ist noch drei Mal vertreten: „Das Land des Lächelns“ (Beste Operetten-Produktion), Angela Brower für ihre „Elisabetta I.“ in „Maria Stuarda“ und Csaba Szegedi als „Jago“ in „Otello“.

Die Oper Graz ist noch vier Mal vertreten: „Die Zirkusprinzessin“ von Emmerich Kálmán („Beste Gesamtproduktion Operette“), „Chess“ von Benny Andersson & Björn Ulveaus („Beste Gesamtproduktion Musical“), „Nussknacker und Mäusetraum“, Choreographie von Jörg Weinöhl nach Musik von Tschaikowski („Beste Gesamtproduktion Ballett“), ), Tetiana Miyus („Beste Nachwuchskünstlerin“ als Lisette in „La Rondine“ von Giacomo Puccini) und Pavel Petrov („Bester Nachwuchskünstler“, als Prunier in „La Rondine“).

US-Bariton Thomas Hampson (62) wird mit dem ORF-III-Medienpreis für seine kulturellen Verdienste ausgezeichnet, der Wiener Bassist Kurt Rydl (70) erhält den Preis für sein Lebenswerk.


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