VorschauDie ersten Blüten des Buchfrühlings

Das neue Jahr beginnt mit einer Reihe von Neuerscheinungen heimischer Autoren. Eine kleine Auswahl.

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Zahlreiche Neuerscheinungen aus Österreich erscheinen in den nächsten Wochen und Monaten
Zahlreiche Neuerscheinungen aus Österreich erscheinen in den nächsten Wochen und Monaten © Adobe
 

Ein Glücksfall für Leser: Monika Helfer schreibt ihre zu Recht hochgelobte Familiengeschichte fort. Nach „Bagage“ folgt nun der zweite Teil mit dem Titel „Vati“. Dieser, der Vater, ein Mann mit Beinprothese, Abwesender, Witwer – und Literaturliebhaber. Wieder ein Erinnerungsbuch, das sanft, aber bestimmt von Existenziellem berichtet. Erscheint am 25. Jänner im Hanser-Verlag.

Ebenfalls am 25. Jänner erscheint Franzobels neuer Roman „Die Eroberung Amerikas“ (Zsolnay), in dem der spanische Eroberer Ferdinand Desoto im Mittelpunkt steht. Raffiniert erzählt Franzobel von den blutigen und gierigen Anfängen der Globalisierung und spinnt den Faden bis in die Gegenwart; in eine Welt also, die von eitlen und unfähigen Führerfiguren dominiert und oft auch devastiert wird.

Bereits am 14. Jänner kommt Tausendsassa David Schalko mit einer gewohnt bitter-bösen und zugleich anarchisch komischen Satire über den Untergang Europas auf den Markt. „Bad Regina“ (Kiepenheuer & Witsch), eine Geisterstadt in den Alpen, wird von einem mysteriösen chinesischen Immobilientycoon aufgekauft. Ein verstörendes, morbides und groteskes Lesevergnügen, das viel Wahrheit in sich birgt.

„Der zweite Jakob“ (Hanser) heißt der neue Roman von Norbert Gstrein, der am 15. Februar erscheint. Jakob ist ein österreichischer Schauspieler, der anlässlich einer Reise mit seiner Tochter in die gleißende Erinnerung eines Grenzvorfalls in Mexiko gezwungen wird. Und wie bereits in den vorangegangen Romanen ringen die Figuren von Gstrein auch hier mit simplen Urteilen und verwehren sich gegen Eindeutigkeiten.

Mit besonderer Spannung wird auch der neue Roman von Christoph Ransmayr erwartet. Er erscheint am 24. März und trägt den Titel „Der Fallmeister – Eine kurze Geschichte vom Töten“ (S. Fischer). Eine wuchtige Vater-Sohn-Verstörung, in der ebenfalls Europa eine Rolle spielt, das in größenwahnsinnige Kleinstaaten zu zerfallen droht.

Ein Schwerpunkt ist heuer im Residenz-Verlag dem 100. Geburtstag des großen Dichters und Wortabenteurers H. C. Artmann am 12. Juni gewidmet. Neben einer Biografie gibt es eine Reihe von Wiederveröffentlichungen bekannter Werke.
Zu all diesen Büchern und weiteren Neuerscheinungen folgen natürlich ausführliche Rezensionen.

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