Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

"Die Scham"Milieustudie von Annie Ernaux: Angst vor dem Abstieg

Annie Ernaux legt neuerlich eine unerbittliche, aber höchst erhellende Aufarbeitung ihres Lebensmilieus vor.

Annie Ernaux
Annie Ernaux © (c) APA/AFP/ULISES RUIZ (ULISES RUIZ)
 

Kollateralschäden sind ihr Spezialgebiet. Kollateralschäden des sozialen Aufstiegskampfes. Und niemand seziert sie mit so sicherer Hand wie Annie Ernaux. Ihr liebstes Studienobjekt: ihre Familie. Nach den Neuauflagen „Der Platz“ und „Eine Frau“, die Ausleuchtung der Lebenswelt ihrer Eltern, geht sie neuerlich ans höchstpersönlich Eingemachte – das bevorzugt im Keller ganz hinten verstaut wird. Die „Ethnologin ihrer selbst“, wie sie sich selbst gerne bezeichnet, dreht den Lichtschalter an. In der Neuauflage ihres Buches „Die Scham“, erstmals 1997 erschienen, schildert sie die Folgen eines mehr als traumatischen Erlebnisses, als sie mit zwölf Jahren miterleben muss, wie ihr Vater versucht, ihre Mutter umzubringen.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.