ScheinidylleEin Triumph der Sprachmagie

Helena Adlers Debütroman "Die Infantin trägt den Scheitel links" spielt in einer bäuerlichen Scheinidylle.

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Das Heimat-Idyll ist bei Helena Adler trügerisch
Das Heimat-Idyll ist bei Helena Adler trügerisch © Fotolia
 

Manche Bücher, sie sind selten genug, sollten den Hinweis „Bitte fest anschnallen“ auf dem Cover tragen. Helena Adlers Debütroman „Die Infantin trägt den Scheitel links“ zählt dazu.

Denn all dem sprachlichen Furor, mit dem die Salzburger Autorin und Malerin ihre junge, rebellische Protagonistin durch die bäuerliche Scheinidylle schickt, begegnet man in dieser Intensität nur alle paar Jahre, bestenfalls.

Es ist, im besten Sinn, ein umwerfendes Werk. Wut, Rebellion, Trauer, schräge Familiengeschichten, gekoppelt mit emotionsreichen Episoden über das falsche Leben in muffiger Enge – all das bereichert das Genre der Anti-Heimatromane durch viele schräge, groteske und eindringliche Spielarten.

Buchtipp:

KK
Helena Adler: "Die Infantin trägt den Scheitel links". Jung und Jung. 176 Seiten, 20 Euro. © KK

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