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Presseschau zum Büchner-PreisClemens J. Setz "ähnlich wie Peter Handke"

Die Verleihung des Georg-Büchner-Preis an den in Graz geborenen Clemens J. Setz hat in den deutschsprachigen Medien ernormen Niederschlag gefunden. Der 38-Jährige wird als würdiger Preisträger gefeiert.

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GRAZER SCHRIFTSTELLER CLEMENS J. SETZ ERHAeLT GEORG-BUeCHNER-PREIS 2021
Clemens Setz erhält den mit 50.000 Euro dotieren Büchner-Preis. © APA/GERT EGGENBERGER
 

Im Wiener "Der Standard" schreibt Michael Wurmitzer, dass der in 1982 in Graz geborene "und nun in Wien lebende schon länger als Büchner-Preis-Kandidat im Gespräch gewesen sei: "Von Publikum und Kritik gleichermaßen hofiert, ist er mit 38 Jahren auf dem Olymp angekommen. Einen Namen hatte er sich als Autor saftiger Geschichten ja längst gemacht. Magisch-realistisch und kurios muten sie oft an. Setz interessieren menschliche Erfahrungen, er hantiert aber ebenso gern mit Irritationen der gewohnten Welt."

Marie Schmidt erwähnt in der Münchner "Süddeutschen Zeitung" die mit enzyklopädischem Wissen vorgehende Weltbeschreibungsfreude von Setz, die auch vor dem Erfinden neuer Wörter nicht halt mache und deren "Perspektive dermaßen die Auflösung aller Bilder erhöht, dass winzige Regelmäßigkeiten überscharf vor Augen treten. ... Bei allen vibrierenden Sensibilitäten, die Setz in Sprache nachbaut, den merkwürdigen Geisteszuständen seiner Figuren, geht es in seinen Büchern doch auch immer um eine Medientheorie im weiten Sinne. Die Frage nach den untergründigen Kanälen, dem, was die Menschen wirklich in Verbindung bringt (und trennt), seien es ein durch Vererbung mitgeteiltes psychisches Leiden, die Speichen eines Riesenrades oder die Art, wie einem die Aufzeichnung einer flüsternden Stimme jedes Härchen auf der Haut aufstellt."

Anne-Catherine Simon in der Wiener "Presse" erwähnt, dass bei Setz auch um "Befreiung, Selbstbefreiung" gehe: "Durch den Geist, die Sprache, konstruierte Welten. Das ist in Setz' Büchern der helle Gegenpol zur dunklen Seite: dem zwanghaften Sich-Verlieren in verstörenden Innen- und Fantasiewelten. Anton Thuswaldner in den "Salzburger Nachrichten" spricht von einem "Mann mit vielen Talenten", einem "Solitär", der einen ganz eigenen Zugang zu den Menschen finde. "Provokation durch Brillanz" nennt Andreas es Platthaus in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung,  der noch immer staunt, welchen Aufstieg Setz in den letzten elf, zwölf Jahren hingelegt hat. Und einen Vergleich mit Peter Handke zieht.

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