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Zum 100. Geburtstag des Dichters„Gehen Sie ins Bett und lesen Sie Proust“

Bernd-Jürgen Fischer hat das Monumentalwerk „À la recherche du temps perdu“ von Marcel Proust übersetzt. Im Interview spricht er über das Erinnerungs-Universum das Jahrhundertdichters und warum man auch heute noch Proust lesen sollte.

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Portrait de l ecrivain francais Marcel Proust 1871 1922 assis sur sa madeleine Portrait of french
© imago/Leemage
 

Marcel Proust hat 15 Jahre an der „À la recherche du temps perdu“ – „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ – gearbeitet. Sie brauchten zehn Jahre für die Übersetzung. Wie hoch war der Anteil an Lust und wie hoch jener an Leid?
Bernd-Jürgen Fischer: Die Zeit, die ich mit Proust zugebracht habe, war rundum interessant, anregend, bestens investiert. Kein Leid nirgendwo. Am meisten Kopfzerbrechen haben immer Wendungen bereitet. Darin überlagert sich eine Gesamtbedeutung mit einer „wörtlichen“ Bedeutung, die eine der jeweiligen Sprache ganz eigentümliche Sichtweise zum Ausdruck bringt.

Kommentare (5)
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Bernd-Jürgen Fischer
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Duden Bd. 4 § 1404 Abs. 3.

Liebes Zwergerl,
aus meiner langjährigen Erfahrung als Uni-Dozent für Syntax und Semantik der deutschen Sprache habe ich jedenfalls eine Erkenntnis destillieren können: Je krasser die Schimmerlosigkeit, desto lauter die Besserwisserei. Ihr Absoluter Nominativ.

zweigerl
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Ausgezeichnetes Schlafmittel

Mit diesem Langweiler Proust schlafen Sie in 10 Minuten ein, nachdem die Cousine dritten Grades mit der Großtante am Gartentor zusammentrifft. Der "Proustianer" B-J Fischer kann möglicherweise auch zu wenig Deutsch, um die "fadenscheinigen" deutschen Autoren genießen zu können: "Lese jetzt viel Amerikaner, zuletzt Richard Russo (kennt niemand), ein (sic!) ausgezeichneter Erzähler." Der Übersetzer braucht dringend einen Lektor.

Bernd-Jürgen Fischer
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Duden Bd. 4 § 1404 Abs. 3.


Liebes Zwergerl,
aus meiner langjährigen Erfahrung als Uni-Dozent für Syntax und Semantik der deutschen Sprache habe ich jedenfalls eine Erkenntnis destillieren können: Je krasser die Schimmerlosigkeit, desto lauter die Besserwisserei. Ihr Absoluter Nominativ.

zweigerl
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Chapeau

Oha. Der Beschulmeisterte lässt dem Beckmesser nichts durchgehen. In diesem Fall aber würde ich dringend diesen "absoluten Nominativ" (der mir ehrlich gesagt neu ist) interpunktiv vereindeutigen: "zuletzt R.R. - ein ausgezeichneter Erzähler." Danke für den Tipp. Russo werde ich irgendwann lesen, M.Pr. nicht, nachdem ich den untauglichen Versuch gemacht habe, diese Verwandtschaftsgeflechte irgendwie zu durchschauen und vor allem: aus ihnen eine narrative Pointe herauszuziehen. Da bleibe ich bei den "fadenscheinigen" Deutschen, etwa Thomas Mann. Chacun à son gout, falls das richtig ist, denn es ist schon - chapeau!- eine gewaltige übersetzerische Leistung, nach Rechel-Mertens noch einmal anzusetzen an diesen 3000 Seiten.

zweigerl
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Korrektur

... nachdem ... zusammengetroffen ist. Es ist wirklich ein ewiges Krebsübel, dieses Richtigschreiben. Gestern schrieb sogar die KlZtg-Onlineredaktion replizierend: "unter den (sic!) sie (!) kommentiert haben."