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Sanfter RelaunchLiteraturzeitschrift "manuskripte" im neuen Gewand

Nach dem Tod von Alfred Kolleritsch wurde die Zeitschrift einem sanften Relaunch unterzogen. Online-Präsentation heute Abend, Live-Lesungen finden im Juni statt.

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„manuskripte“-Herausgeber Andreas Unterweger mit der neuen Ausgabe, die „erkennbar neu, aber erkennbar“ bleiben soll © Melichar
 

Ziemlich genau ein Jahr nach dem Tod von Alfred Kolleritsch, dem legendären Gründer und jahrzehntelangen Herausgeber der Literaturzeitschrift „manuskripte“, präsentierte Herausgeber Andreas Unterweger das neue Heft (Nr. 231), das einem sanften, aber doch gut sichtbaren Relaunch unterzogen wurde. „Das Ziel war, dass die ,manuskripte‘ erkennbar neu, aber doch erkennbar bleiben sollten“, so Unterweger.

Das neue optische Erscheinungsbild wurde von der steirischen Grafikerin Petra Höfler erarbeitet. Was sofort auffällt: die neue Typografie des Logos. Es orientiert sich an den allerersten Ausgaben aus den 1960er-Jahren, wurde aber gleichzeitig weiterentwickelt. Auch der Untertitel wurde geändert. „Im 61. Jahr unseres Bestehens müssen wir nicht mehr darauf hinweisen, dass wir eine Literaturzeitschrift sind“, lächelt Unterweger. Der neue Untertitel lautet „weiter schreiben“ und ist ein Motto, das Kolleritsch AutorInnen gerne mit auf den Weg gab. Gleichzeitig sind die Worte im Sinne von „weiter denken“ bzw. den Horizont erweitern zu verstehen.

Melichar So sieht die neue Ausgabe der "manuskripte" nach dem Relaunch aus
So sieht die neue Ausgabe der "manuskripte" nach dem Relaunch aus © Melichar

Auch inhaltlich hat sich einiges geändert. Erstmals gibt es ein Motto, es lautet „nichts weniger als Magie“ und spiegelt die Fülle an magischen Motiven in den Texten wider. "Diese Häufung, die sich in den von der Redaktion ausgewählten Beiträgen gefunden hat, war nicht zu übersehen", so Unterweger. Und weiter: "Was sagt das aus über eine Zeit, wenn avantgardistische AutorInnen ihr Heil in Märchenwelten suchen? Gleichzeitig strahlt die Hoffnung solcher Gegenwelten in unsere Realität herüber. Politische Utopien sind ja auch Märchen."

Das Heft ist in Kapitel eingeteilt, insgesamt wirkt die Ausgabe strukturierter und übersichtlicher. Kleinere grafische Elemente ziehen sich durch das Heft. Texte gibt es diesmal von etablierten AutorInnen wie der diesjährigen „manuskripte“-Preisträgerin Laura Freudenthaler sowie Michael Stavari(c), aber auch etliche Newcomer sind wieder am Wort.

Die Online-Präsentation des neuen Heftes findet heute Abend online statt. Ein Video über den Relaunch-Prozess können Sie bereits hier sehen:

Ein Interview mit "manuskripte"-Preisträgerin Laura Freudenthaler samt Lesung geht heute um 19 Uhr online:

 

 

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