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"Hasenfüßig" Josef Winkler kritisiert Kultursstaatsekretärin Lunacek wegen Handke

In seiner Funktion als Präsident des Kunstsenats reitet Josef Winkler eine Attacke gegen die neue Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek. Sie schlage sich "hasenfüßig" auf die Seite seiner Kritiker.

Festakt 500 Jahr Jubilaeum Klagenfurt - Wappensaal Landhaus April 2018
Streitbar: Autor und Kunstsenatspräsident Josef Winkler © Markus Traussnig
 

In der Vorwoche ließ die neue Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek mit der Aussage aufhorchen, dass sie die Verleihung des Literaturnobelpreises 2019 an Peter Handke "nicht nachvollziehen" könne. In einem  Offenen Brief wirft der Kärntner Schriftsteller Josef Winkler als Präsident des Kunstsenats der Grünen-Politikerin nun "wohlfeile Kindesweglegung eines Widerborstigen" vor.

"In diesem Sinn schlägt sich Frau Lunacek hasenfüßig auf die Seite derer, für die der österreichische Nobelpreisträger Peter Handke eine persona non grata ist", heißt es in der Anklageschrift des Büchner-Preisträgers.

Lunacek hatte ihr Unverständnis mit der politischen Haltung Handkes zu den Jugoslawien-Konflikten begründet. Angesichts der Äußerungen der neuen Staatssekretärin werde nun der Eindruck untermauert, dass es keinen Unterschied mache, welche Partei für die Kulturagenden zuständig sei. "Allesamt verstehen sie sich nicht als beherzte Fürsprecher der Künstler und ihres Tuns, sondern als ängstlich-defensive Bauchredner dessen, was sie für mehrheitsfähig halten", so Winkler.

Es spräche zwar einiges dafür, dass die Regierungsbeteiligung der Grünen der politischen Kultur des Landes guttäte. "Ob das auch für die Kultur im engeren Sinn gilt, darf nach den jüngsten Verlautbarungen der ebenfalls grünen Staatssekretärin Ulrike Lunacek allerdings bezweifelt werden."

Kommentare (2)

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Henry44
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2
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Handkes Haltung zu den Verbrechen von Milosevic

ist tatsächlich schwer zu verstehen, hat aber mit seiner Literatur und deren Qualität nichts zu tun. Für diese aber wurde Handke der Nobelpreis zugesprochen und nicht für seine politischen Einschätzungen. Sonst könnte man auch den Nobelpreis für Frau Jelinek mit der Begründung kritisieren, sie sei bekennende Kommunistin.

Insofern ist die Kritik der Frau Kultur-Staatsekretärin an der Nobelpreisverleihung total fehl am Platz.

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Hildegard11
4
10
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Man muss Herrn Winkler recht geben.

Unerträglich solche "Politikerinnen".

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