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Frankfurter BuchmesseStarke österreichische Beteiligung beim großen Bücherschaulaufen

Bei der am 16. Oktober startenden Buchmesse sind 54 heimische Verlage mit einem eigenen Stand vertreten. Der Norweger Carl Ove Knausgard hält die diesjährige Eröffnungsrede.

In Frankfurt drängen sich Mitte Oktober wieder die Massen © APA/dpa/Andreas Arnold
 

Bei der Frankfurter Buchmesse (16. bis 20. Oktober) präsentieren sich heuer auch 82 Aussteller aus Österreich. 54 davon sind mit einem eigenen Stand vertreten, vom Amalthea Signum Verlag bis zum Wieser Verlag. Am österreichischen Gemeinschaftsstand sind 28 Verlage vertreten, rund 100 Aussteller stellen ausschließlich am Stand der IG Autorinnen Autoren aus.

Am Stand der IG Autorinnen Autoren werden 600 Neuerscheinungen aus 170 österreichischen Verlagen präsentiert. Dort wird auch der traditionelle Neuerscheinungskatalog der österreichischen Kunst-, Kultur- und Autorenverlage aufliegen, in dem 161 österreichische Verlage mit 1.631 neu erschienenen Büchern und 1.772 Backlist-Titeln 2018 vorgestellt werden sowie sämtliche literarische Neuerscheinungen (533) und Backlist-Titel 2018 (511) von österreichischen Autorinnen und Autoren in 220 deutschen und Schweizer Verlagen. Das heurige Cover des Katalogs, "Das Alpha-Omega-Geäst", stammt vom Südtiroler Künstler Luis Stefan Stecher.

Thema "Medienwandel"

Themenschwerpunkt der IG Autorinnen Autoren für die Buchmessen in Frankfurt und Wien 2019 sowie Leipzig 2020 ist der Medienwandel. Dazu gibt es am 16. um 13 Uhr ein Eröffnungsgespräch zum Thema mit Christian Berger und Gerhard Ruiss. Auf der Radiobühne der IG Autorinnen Autoren werden im täglich von 13 Uhr bis 17 Uhr (Sonntag bis 16 Uhr) ausgestrahlten Programm von Literadio zahlreiche Autorinnen und Autoren, Verlage und ihre Neuerscheinungen vorgestellt, darunter die neu erschienenen Bücher von u.a. Christoph W. Bauer, Ingrid Brodnig, Harald Darer, Katharina Pressl, Thomas Raab, Marlen Schachinger und Margit Schreiner.

Der vom Hauptverband des Österreichischen Buchhandels (HVB), der Außenwirtschaft Österreich und dem Fachverband der Buch- und Medienwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreichs (WKO) betriebene österreichische Gemeinschaftsstand wird am Mittwoch, 16. Oktober, um 11 Uhr eröffnet. Zu diesem Empfang wird auch Kulturminister Alexander Schallenberg erwartet, der dann am Abend (19.30 Uhr) zum traditionellen Österreich-Empfang im Städel Museum lädt.

Schwerpunktland Norwegen

Rund 7.500 Aussteller aus 150 Ländern werden bis 20. Oktober erwartet. Stärkere Präsenz als bisher soll das afrikanische Verlagswesen zeigen. Mit Norwegen ist das diesjährige Ehrengastland jedoch ein europäisches. Der Gastland-Auftritt steht unter dem Motto "Der Traum in uns". Etwa 100 norwegische Autoren und Autorinnen kommen auf die Buchmesse, darunter Eröffnungsredner Karl Ove Knausgard, Krimiautor Jo Nesbo, Maja Lunde oder Jostein Gaarder. Innerhalb eines Jahres sind rund 450 norwegische Titel in Deutschland erschienen.

Zu den internationalen Literaturstars, die erwartet werden, zählen Ken Follett, Margaret Atwood, Elif Shafak, Colson Whitehead, Mircea Cartarescu und Drago Jancar. Die Österreicherin Ursula Poznanski stellt fast zehn Jahre nach Erscheinen ihres Jugendthrillers "Erebos" auf der Buchmesse die lang ersehnte Fortsetzung vor. Österreichische Autoren, die Messeauftritte absolvieren werden, sind etwa Norbert Gstrein, Raoul Schrott, Peter Keglevic, Thomas Stangl und Gertraud Klemm.

"Wie ein Brennglas bündelt die Frankfurter Buchmesse die großen Themen der Gegenwart", betont Buchmessen-Direktor Juergen Boos. Dazu zählen Klimawandel, Meinungsfreiheit, aber auch technische Neuerungen, die sich auf künftige Erzählformen auswirken. Man wolle "die nächste Welle der technischen Entwicklung" nicht nur darstellen, sondern aktiv mitgestalten, kündigten die Veranstalter an.

Im vergangenen Jahr zählte man mehr als 285.000 Besucher. Sie dürfen heuer erstmals am gesamten Publikumswochenende - also am 19. und 20. Oktober - Bücher von den Ausstellern auch erwerben. Günstiger bekommt man sie aber nicht, es gilt der Ladenpreis.

 

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