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PorträtElif Shafak ist die Gehasste des Sultans

Sie spricht und schreibt im Namen den Unterdrückten und Randfiguren, sie wurde zur Leitfigur des Widerstands in der Türkei. Elif Shafak (48) kennt weder Angst noch Tabus. Dies belegt sie auch mit ihrem neuen, grandiosen Roman "Unerhörte Stimmen".

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Elif Shafak: Eine Stimme gegen die Unterdrückung © Zeynel Abidin
 

Ihr eigenes Leben sei doch viel zu unbedeutsam, um darüber ein Buch zu schreiben, sagt Elif Shafak. Es ist so ziemlich die einzige Aussage von ihr, die einer glatten Lüge gleichkommt. Denn mit all ihren Werken begab und begibt sich die türkische Autorin auf höchst gefährliches Terrain, jede ihrer Äußerungen hält die Zensoren auf Trab. Und die Gehasste des Sultans ist sie seit bald zwei Jahrzehnten. Als 2006 in ihrer Heimat der Roman "Der Bastard" erschien, der von den Vertreibungen und Massakern an den Armeniern handelt, musste sich die Literatin vor Gericht vorantworten. Aus "Mangel an Beweisen" wurde sie jedoch freigesprochen. Damals galt das als Zeichen einer politischen Öffnung; ein großer Irrtum, wie sich alsbald zeigte.

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