Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Interview Jonke-Preisträger Ewald Palmetshofer über den "Polit-Sprech"

Ewald Palmetshofer, frisch gebackener Gert-Jonke-Preisträger für Dramatik, über sein Musikhören beim Schreiben, Regieanweisungen und den Akt des Sprechens.

Ewald Palmetshofer: Gewinner des mit 15.000 Euro dotierten Jonke-Preises 2019 © Ketterer
 

Vom „Sprechen als Eröffnung von Welt“ erzählte der oberösterreichische Dramatiker und frisch gekürte Jonke-Preisträger Ewald Palmetshofer in seiner Dankesrede Sonntagabend im Klagenfurter Konzerthaus. Und er warnte vor einer „Verschließungs-, Verengungs- und Verhinderungs-Sprache“: „Der politische Sprech will uns einsperren, wo wir sind, jeder bleibe an seinem Ort, sowohl sozioökonomisch als auch geografisch!“ „Du bist kein würdiger Preisträger, du bist der richtige!“, hatte zuvor Jurysprecherin Bettina Hering, Schauspielchefin der Salzburger Festspiele, in ihrer Laudatio gemeint, in der sie sowohl Publikum als auch Schauspieler ansprach, als sie meinte: „Feigheit hat keinen Platz, wenn man sich einem seiner Stücke stellt!“ – Als mutig erwiesen sich auch Nadine Zeintl und Oliver Vollmann, die mit einer Performance von Palmetshofer- und Jonke-Texten durch den Abend führten – Sprachkaskaden, die durch das Klavierspiel des 11-jährigen Elias Keller einen stimmigen Kontrapunkt fanden.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren