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Buch der WocheWolf Haas: Von der Unschuld früher Jahre

Ein brillanter, auf Anhieb verführerischer Blick zurück, ganz ohne Zorn, aber reich an subtiler Ironie. „Junger Mann“, der neue Roman von Wolf Haas, erweckt die Zeiten der Unschuld zu prallem Leben.

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Blick zurück auf die Jugendjahre: Wolf Haas © 
 

Am Anfang war der Gips. Im zarten Alter von vier Jahren beschließt der junge Protagonist und Ich-Erzähler, er sei endgültig reif genug, um die Welt zu erobern. Im Flug sogar. Wagemutig wirft er sich auf der winterlich verschneiten Dorfwiese in die Anlaufspur in Richtung Sprungschanze. Die ist allerdings doch nicht so breit wie gedacht – der kleine Draufgänger verfehlt sie und landet mit einem Beinbruch im Spital.
Aber die kühne Anlaufhaltung führt zu einer wichtigen Erkenntnis: „Rückwärts durch die Knie betrachtet war die Welt immer am interessantesten.“ Es ist ein Schlüsselsatz, der nicht nur für das neue Werk, sondern für das Phänomen Wolf Haas gilt. Denn in dieser wundersam verkehrten Betrachtungsweise der Dinge und Menschen wird auch der vermeintlich schräge Blick des Wortzauberers auf Dinge, Ereignisse, Zwischenfälle offenkundig. Es ist halt alles ein wenig anderes, wenn die Perspektive gewechselt wird.

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