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3. LesetagBachmann-Preis: Vom Sitzen aufgepackten Koffern

Mit Dana Vowinckel las gestern eine klare Preiskandidatin. Nava Ebrahimi, in Graz lebende Iranerin, überzeugte die Jury nur teilweise.

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45. Tage der deutschsprachigen Literatur
Die Lesung von Nava Ebrahimi © (c) Puch Johannes (Puch Johannes)
 

Einhellige Zustimmung erntete gleich die erste Lesung am letzten Halbtag beim Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt. Eine jüdische Familiengeschichte erzählt Dana Vowinckel von den zwei Perspektiven des orthodoxen Vaters und der pubertierenden Tochter aus – „auf eine schöne Art, mit Wurzel- und Heimatlosigkeit umzugehen“, wie Michael Wiederstein findet. Seine Jury-Kollegen schließen sich dem an: Hier wird „der Topos der gepackten Koffer neu variiert“ (Mara Delius), „die Existenz von parallelen Welten, von einer neuen Generation erzählt“ (Insa Wilke) und Klaus Kastberger, der an erfolgreiche Streaming-Serien wie „Unorthodox“ erinnert, meint: „Ja, es gibt eine Sehnsucht nach alternativen Lebenswelten.“ Michael Wiederstein zieht sogar eine Parallele zu einem weiteren preiswürdigen Bachmann-Teilnehmer, dem ebenfalls aus Berlin kommenden Necati Öziri und seiner Geschichte vom abwesenden türkischen Vater.

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