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Bachmann-PreisDas Fest für die Literatur startet heute: 13 Kameras sind im Studio im Einsatz

Der technische Aufwand für das Wettlesen, das wieder ohne Publikum stattfindet, bleibt groß. Zur Eröffnung hält Hubert Winkels die "Klagenfurter Rede zur Literaturkritik".

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Klaus Wachschuetz Technischer Leiter ORF Kaernten
Klaus Wachschütz führt auch heuer wieder Regie © Weichselbraun
 

"Wir sind näher ans Publikum herangekommen“, sagt Klaus Wachschütz. Er ist nicht nur der technische Leiter von ORF Kärnten und Steiermark, sondern sorgt auch seit dem Jahr 2010 als Regisseur dafür, dass via 3sat spannende Bilder des Wettlesens in die Haushalte kommen. Die digitale Variante des Wettlesens im Vorjahr war eine große Herausforderung, aber auch eine Chance: „Wir haben viel gelernt, vor allem haben wir es geschafft, die Unmittelbarkeit in den Diskussionen noch besser einzufangen. Das wollen wir erhalten und wieder mit Elementen aus dem Vorjahr wie Bildteilern/Split Screens oder mehrdimensionalen Aufnahmen über Monitore arbeiten.“

Die Jurorinnen und Juroren reisen im Gegensatz zum Vorjahr an, der Aufwand bleibt groß: „Jeder Juror bekommt eine eigene kleine Kamera, damit wir die Diskussionen noch besser abbilden können“, erzählt Wachschütz. Im ORF-Studio in der Sponheimerstraße werden deshalb auch 13 Kameras im Einsatz sein. Die Lesungen der Autorinnen und Autoren, darunter auch fünf aus Österreich, wurden vorweg aufgezeichnet. Sie werden jeweils bei den Jurydiskussionen zum eigenen Text zugeschaltet und könnten auch Stellung beziehen.

Im Funkhaus-Garten werden drei weitere Kameras stationiert. Von dort aus wird unter anderem die Mittagspause mit einer Art Literaturmagazin zum Bachmann-Preis gestaltet: kürzere Beiträge, Gäste, die auch per Video zugeschaltet werden, Gespräche mit Juroren oder interessante Tweets. Schon im Vorjahr wurden die sozialen Medien vermehrt eingebunden, um mit dem Publikum in Interaktion zu treten, das soll intensiviert werden: „Wir wissen, dass das eine Gratwanderung ist, denn es soll ja vor allem um die Literatur gehen, während auf Twitter mitunter auch über die Sockenwahl der Juroren diskutiert wird. Deshalb werden die Tweets redaktionell vorausgewählt“, erzählt Klaus Wachschütz, der selbst von einem Übertragungswagen aus Regie führen wird. Aus Sicherheitsgründen hat man sich wieder entschlossen, das Team wie im Vorjahr zu separieren.

Zum Bachmann-Preis

Tage der deutschsprachigen Literatur. Eröffnung 16. Juni, 18 Uhr. Hubert Winkels hält die „Klagenfurter Rede zur Literaturkritik“. Live auf bachmannpreis.orf.at
Lesungen: Do./Fr. 10 bis 15.30 Uhr und Sa. 10 bis 14.30 Uhr
Preisverleihung So. 11 bis 12 Uhr
3sat überträgt live
Insgesamt vierzehn Autorinnen und Autoren lesen um den mit 25.000 Euro dotierten Bachmann-Preis. Aus Österreich mit dabei: Verena Gotthardt, Nava Ebrahimi, Fritz Krenn, Katharina Ferner und Magda Woitzuck.
Juroren: Insa Wilke, Mara Delius, Vea Kaiser, Klaus Kastberger, Brigitte Schwens-Harrant, Philipp Tingler, Michael Wiederstein
Kosten: Der ORF lässt sich den Bewerb rund 500.000 Euro kosten (400.000 Euro Landesstudio/100.000 Euro ORF/3sat)

Aber auch über die nächste Ausgabe – „hoffentlich wieder live!“ – macht er sich Gedanken: „Wir denken daran, den Funkhauspark noch mehr miteinzubeziehen und auch ein Programm anzubieten. Wir möchten ein Fest für die Literatur auf die Beine stellen.“

Ein umfangreiches Rahmenprogramm gibt es auch schon heuer. Alle Infos dazu finden Sie hier.

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