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Bachmann-PreisSechs Österreicher beim Wettlesen in Klagenfurt

Weiblicher und österreichischer: So liest sich die Teilenehmerliste des heurigen Bachmann-Preises. Clemens J. Setz wird zur Eröffnung die Rede zur Literatur halten.

Clemens J. Setz eröffnet mit seiner Rede zur Literatur das Wettlesen in Klagenfurt. © Literasee
 

Sechs österreichische Teilnehmer werden bei den 43. Tagen der deutschsprachigen Literatur das Wettlesen im Klagenfurter ORF-Theater bestreiten, drei kommen aus der Schweiz, fünf aus Deutschland. Die Klagenfurter Rede zur Literatur wird Clemens J. Setz halten. Der Wettbewerb findet in diesem Jahr von 26. bis 30. Juni statt, so ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard am Donnerstag vor Journalisten.

Es gibt auch eine weitere Premiere: Nicht nur sind die österreichischen Teilnehmer erstmals in der Mehrzahl, sondern auch das weibliche Geschlecht. Acht Autorinnen und sechs Autoren wurden von der Jury nominiert. Die österreichischen Autorinnen und Autoren sind Ines Birkhan, Birgit Birnbacher, Leander Fischer, Julia Jost, Lukas Meschik und Sarah Wipauer. Aus der Schweiz kommen Andrea Gerster, Tom Kummer und Silvia Tschui, aus Deutschland Martin Beyer, Yannic Han Biao Federer, Daniel Heitzler, Ronya Othmann und Katharina Schultens. Der Organisator des Wettbewerbs, Horst Ebner, unterstrich die große Bandbreite: "Das reicht von einer renommierten Autorin Jahrgang 1959 bis zum jüngsten Autor, der 1996 geboren und ein völlig unbeschriebenes Blatt ist."

Wer wen eingeladen hat

Die Wienerin Ines Birkhan, die bereits mehrere Bücher veröffentlicht hat, wurde von Nora Gomringer eingeladen. Birgit Birnbacher aus Salzburg hat Stefan Gmünder nominiert. Der gebürtige Oberösterreicher Leander Fischer lebt in Hannover, ihn hat Juryvorsitzender Hubert Winkels eingeladen. Julia Jost stammt aus St. Veit/Glan und lebt in Hamburg, nominiert hat sie Klaus Kastberger. Der Wiener Lukas Meschik liest auf Einladung von Stefan Gmünder, ebenfalls aus Wien ist Sarah Wipauer, auch sie wurde von Kastberger nominiert.

Was heuer neu ist

Älteste Teilnehmerin ist die Romanautorin Andrea Gerster, die im Kanton Thurgau lebt und von Hildegard Keller eingeladen wurde. Gerster arbeitet interdisziplinär und hat bisher fünf Romane, drei Erzählbände und drei Kinder/Jugendgeschichten veröffentlicht. Vollkommen unbekannt ist dagegen Daniel Heitzler, er stammt aus Rheinland-Pfalz und lebt in Berlin. Der 1996 Geborene studiert Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte und arbeitet als Barkeeper. Nominiert wurde er von Hubert Winkels.

Eröffnet werden die Tage der deutschsprachigen Literatur am 26. Juni im ORF-Theater in Klagenfurt. Die Eröffnung beginnt dieses Jahr bereits um 18.30 Uhr, neben der Rede zur Literatur steht an diesem Abend die Auslosung der Lesereihenfolge im Mittelpunkt. Die Lesungen von Donnerstag bis Samstag werden wieder live in 3sat übertragen. Am Sonntag werden schließlich in der traditionellen Jurysitzung die Preisträger ermittelt. Vergeben werden der mit 25.000 Euro dotierte Bachmann-Preis der Stadt Klagenfurt und vier weitere Preise: Der Deutschlandfunk-Preis (12.500 Euro), der Kelag-Preis (10.000 Euro), der 3sat-Preis (7.500 Euro) und der BKS-Bank-Publikumspreis (7.000 Euro) mit dem Stadtschreiber-Stipendium (5.000 Euro).

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