Die Rock'n'Roll-Legende Jerry Lee Lewis ist tot. Der unter anderem für den Klassiker "Great Balls of Fire" bekannte Sänger und Pianist starb im Alter von 87 Jahren in seinem Heim in Desoto County, Mississippi, eines natürlichen Todes, wie sein Agent am Freitag mitteilte. Seine siebente Ehefrau, Judith Coghlan Lewis, sei an seiner Seite gewesen. Jerry Lee Lewis galt als einer der einflussreichsten Künstler der Musikgeschichte.

Zuletzt hatte er allerdings, unter anderem nach einem Schlaganfall 2019, mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Zuvor hatte der 1935 in Ferriday im US-Bundesstaat Louisiana geborene Lewis mit dem Spitznamen "The Killer" noch im hohen Alter auf der Bühne gestanden und seine Fans begeistert. Lewis galt - neben Elvis Presley, Chuck Berry und Little Richard - als einer der Könige des Rock'n'Roll. Der Musiker war siebenmal verheiratet und hatte sechs Kinder, von denen zwei schon vor ihm gestorben waren.

Lewis war einer der Pioniere des Rock'n'Roll, er war Freund und zugleich Konkurrent von Elvis Presley. Seinen großen Durchbruch hatte er 1957 mit dem Hit "Whole Lotta Shakin' Goin' On", dessen Text so provokativ war, dass ihn einige Radiosender anfangs nicht spielen wollten. Es folgten Hits wie "Great Balls of Fire" - einer seiner größten Erfolge und später Titel eines Films, in dem er vom  Schauspieler Dennis Quaid verkörpert worden ist - und "Breathless".

Der Musiker mit den blonden Locken schuf nicht nur zahlreiche Hits, sondern sorgte auch mit seinem wilden Lebensstil regelmäßig für Schlagzeilen. Geprägt war sein Leben von vielen Frauengeschichten, übermäßigem Alkoholkonsum und Steuerstreitigkeiten. Bei seinen energiegeladenen Auftritten hämmerte Lewis häufig in das Klavier und sprang gerne auch mal auf das Instrument.