Die Kunstsammler Agnes und Karlheinz Essl haben bereits der Albertina und Klosterneuburg Werke geschenkt, auch das Museum Moderner Kunst Kärnten erhielt 200 Werke: "Man muss dazu wissen, dass es neben der Firmensammlung, in die stets Gelder des Unternehmens geflossen sind, auch eine Essl Privatsammlung gibt. Die ersten Ankäufe dafür erfolgten noch bevor ich das Unternehmen meines Schwiegervaters übernommen und den Baumax aufgebaut habe. Vor einigen Jahren habe ich begonnen, diese private Sammlung zu sichten, und einen Großteil der Albertina geschenkt. Jetzt sind die Bundesländer dran, die ja teilweise einen ganz anderen Bezug zu den Künstlern haben", sagte Karlheinz Essl im Februar zur Kleinen Zeitung.

Die Essls haben am Montag auch dem Land Salzburg 169 Kunstwerke aus ihrer Privatsammlung geschenkt. Es handelt sich hauptsächlich um Arbeiten der Salzburger Künstler Rudolf Hradil, Gottfried Salzmann, Herbert Breiter, Helmut Grill und Ilse Haider. Die Kunstwerke werden in die Sammlungen des Museums der Moderne sowie des Salzburg Museums übernommen, teilte das Land in einer Aussendung mit.

Vom 1999 in Salzburg gestorbenen Herbert Breiter kommen zwei Aquarelle und 27 Druckgrafiken, die hauptsächlich in den 1960er-, 70er- und 80er-Jahren entstanden sind, in den Bestand des Salzburg Museums, das nun über 95 Blätter des Künstlers verfügt. Das Salzburg Museum erhält auch 15 Aquarelle, neun Tuschezeichnungen sowie etliche Druckgrafiken von Rudolf Hradil sowie 44 Werke des Pinzgauer Künstlers Gottfried Salzmann. Zudem schenkte das Ehepaar Essl dem Land einige Arbeiten von Ilse Haider, Hans Kruckenhauser, Helmut Grill und Rene Wallentin.

Die beiden Museen werden die neuen Werke wissenschaftlich, konservatorisch und kuratorisch betreuen und für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Einige von ihnen würden schon zeitnah in Ausstellungen zu sehen sein, so die Direktoren in der Aussendung. Der Fokus der Schenkung liege auf Hradil, Breiter und Salzmann. "Die Begegnung mit ihnen und ihrer Arbeit stand ganz am Anfang unserer Sammlungstätigkeit und haben unser Verständnis von zeitgenössischem Kunstschaffen geprägt. Ihr Schaffen konnten wir bis in die 1990er-Jahre intensiv begleiten", betonte Karlheinz Essl.