Eigentlich hatte der Hamburger Prestigebau schon im Jänner dieses Jahres seinen 5. Geburtstag gefeiert. Wegen der Omikron-Welle im Winter hatte man die große Lichtinstallation "Breaking Waves" vom tatsächlichen Geburtstag des Konzerthauses aber auf Ende April verlegt. Jetzt erst, zum Auftaktabend des Hamburger Musikfestes in der Elbphilharmonie, konnte das Duo Drift sein Drohnenballett der Öffentlichkeit präsentieren – ein Spektakel für sich. 300 Lichtdrohnen umschwirrten den Bau und gingen so für eine halbe Stunde in einen reizvollen, wunderschön anzusehenden "Dialog" mit dem Gebäude am Hamburger Hafen.

Das Projekt, das immerhin 800.000 Euro gekostet hatte, stand aber unter keinem guten Stern. Wurde die Premiere der Lichtinstallation noch bestaunt und gefeiert, wurde am Folgetag bekannt, dass zahlreiche Drohnen abgestürzt waren. Allerdings nicht wegen eines Programmierfehlers, sondern aufgrund von Sabotage. Die Veranstalter gaben bekannt, dass die geplanten Folgevorstellungen bis zum Abend des 1. Mai alle abgesagt werden müssen: "Fremde Hochgeschwindigkeitsdrohnen haben die Performance massiv gestört. Eine beträchtliche Zahl an Drohnen ist abgestürzt, die Sicherheitssituation lässt eine Wiederholung nicht zu."

Weil das Gelände schon bei der Premiere großräumig abgesperrt worden war, kam niemand zu Schaden, das Lichtspektakel "Breaking Waves" blieb indes ein Einmal-Event. Nachzusehen aber zumindest im Video, das die Elbphilharmonie machen ließ (siehe oben).

Das Drohnenballett um das Konzerthaus im Hamburger Hafen
© Florian Holzherr