Sie haben Ihren Film über einen Insassen in Guantanamo im Februar bei der Berlinale präsentiert. Letztes Jahr kam die US-Produktion "Der Mauretanier" über ein ähnliches Schicksal ins Kino. Ist das Zufall, dass dieses Thema jetzt aufkommt?
Andreas Dresen: Ich glaube, ja. Es gab davor Filme, die sich mit Guantanamo auseinandergesetzt haben, und jetzt – mit etwas Verzug – über die Häftlinge. Der Mauretanier, das ist ja unfassbar, ist 16 Jahre dort eingesessen. Murat, um den sich mein neuer Film dreht, war fünf Jahre dort. Er war für mich deswegen interessant, weil er der Einzige aus Deutschland war.