VOLEVAMO SOLO ESSERE FELICI

Bewertung: ****

Der Sommer steht vor der Tür und das bedeutet nicht nur Sonne, Strand und Meer, sondern auch: neue (Sommer-)Musik – zum Beispiel aus Italien. Und das ein oder andere Album wurde von den Fans bereits lange erwartet. "Im Grunde steckt hinter allem, was wir tun, immer nur die Suche nach dem Glück", mit diesen Worten teilte etwa der Italo-Pop-Sänger Francesco Gabbani mit, dass es ein neues Album geben und wie es heißen wird: "Volevamo solo essere felici", also "Wir wollten doch nur glücklich sein." Der erste, gleichnamige Song befindet sich bereits in hoher Rotation und auch bei den restlichen Liedern steht fest: Das Warten hat sich gelohnt, die Fans werden nicht enttäuscht. 

Der Cantautore (Singer-Songwriter) aus der Toskana konnte schon mehrere erfolgreiche Hits wie "Occidentali's Karma" und "Viceversa" produzieren. Auch für das Musikvideo zu "Volevamo solo essere felici" ließ er sich etwas Besonderes einfallen und vom Film "Vielleicht lieber morgen" inspirieren. "Das Repräsentieren des Überwindens der eigenen Unsicherheiten, um dem Glück hinterherzujagen, verband sich perfekt mit dem Sinn meines Liedes", erklärt der 39-Jährige.

Das Album gibt persönliche und subjektive Analysen wider und ist ein Mix aus energiegeladenen Stücken, die sich mit eher nachdenklichen Liedern abwechseln. Das Ergebnis: Ein Durst nach Antworten, begleitet vom Akzeptieren gewisser, nicht abänderbarer Umstände. Denn: "Auch die ungelösten Fragen bieten mitunter Anhaltspunkte, mit denen man glücklich werden kann."

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Sangiovannis emotionsgeladenes Fallen und Fliegen

Sangiovanni singt mutige, emotionale Texte
Sangiovanni singt mutige, emotionale Texte
© Marco Piraccini

CADERE VOLARE

Bewertung: ****

Der 21-jährige Sangiovanni hat mit "Cadere Volare", also "Fallen Fliegen" sein erstes Album herausgebracht. Der erste, ebenso genannten Song erinnert an durchfeierte Nächte und die Leichtigkeit der Jugend – trotz starker, auch negativer Emotionen in den Texten. Neben Pop schwingen Disco, Rock, Ballade in den zwölf Tracks mit, die Lieder gehen in unterschiedliche Richtungen. Ein mutiger Cantautore der neuen Generation, von dem wir sicher noch so einiges hören werden.

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Jovanottis mediterrane Klänge – klassisch mit Elektro

Jovanotti brachte im April sein Nicht-Album heraus
Jovanotti brachte im April sein Nicht-Album heraus
© Marco Piraccini

MEDITERRANEO

Bewertung: ****

Mediterrane Klänge gibt es beim neuen Nicht-Album von Jovanotti. Der Sänger aus Rom hat mit "Mediterraneo" eine Ansammlung von zehn Liedern herausgebracht. Im Sommer dann sollen weitere Songs folgen und in die Kollektion aufgenommen werden, "die keiner Strategie folgt", wie er selbst sagt. Der Grund: "Im Radio läuft ein Song richtig gut, auf den Musik-Plattformen aber vielleicht ein anderer."

Mediterrane Instrumente und Klänge sind ein Versuch, eher klassische Töne in einen modernen Kontext zu fassen – und der gelingt. Bereits der Titelsong "Mediterraneo" beginnt mit Elektro-Beats und endet wie eine Tammurriata, ein traditioneller Tanz aus Kampanien. Ob es nun als Album gilt oder nicht – die Lieder haben ein gemeinsames Thema und geben ein – mediterranes – Strandfeeling.

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Simona Molinaris atmosphärische Blütenblätter

Simona Molinari
Italy: Simona Molinari in Casertavecchia The singer Simona Molinari in concert in Casertavecchia for the event Settembre
© Gennaro Buco

PETALI

Bewertung: ***

Die Neapolitanerin Simona Molinari veröffentlichte mit "Petali" (Blütenblätter) ein Album "voller Düfte, Atmosphäre und Emotionen", wie sie selbst sagt. "Ich denke, es ist ein persönliches und zeitgleich universelles Album. Auch, weil ich überzeugt bin, dass wir alle – jeder in seiner Einzigartigkeit – im Grunde gleich sind." Ihre Blütenblätter sind romantische, nachdenkliche und intime Aufzeichnungen in einer Mischung aus Pop und Jazz – mit ihrem ganz persönlichen Stil.

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Mahmood und Blanco gelten mit als Favoriten des ESC
Mahmood und Blanco gelten mit als Favoriten des ESC
© Marco Piraccini

BRIVIDI

Bewertung: ****

Die Sänger Mahmood und Blanco haben heuer mit ihrem Song "Brividi" das Sanremo-Festival gewonnen. Nun gelten sie neben der Ukraine auch als Favoriten des diesjährigen Eurovision Song Contests. Ihr "wohliger Schauer", wie man "Brividi" übersetzen kann, ist fest in den Charts verankert, über 75 Millionen Streams haben sie auf Spotify. Was sie beim ESC erwartet, weiß Mahmood, der 2019 den zweiten Platz erreichte.

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