Es gab "langanhaltende und unüberwindbare Differenzen" zwischen Dirigent Andrés Orozco-Estrada, Chefdirigent und Künstlerischer Leiter der Wiener Symphoniker, und Intendant Jan Nast.

Wie jetzt bekannt wurde, trat Orozco-Estrada mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Chefdirigent zurück. Man habe zwar versucht, die Probleme aus dem Weg zu räumen, blieb aber bei diesen Bemühungen erfolglos. Diese Differenzen waren für Orozco-Estrada auch ausschlaggebend, von seinem Amt zurückzutreten: "Orchester und Dirigent sehen keine weitere gemeinsame künstlerische Basis für eine längerfristige Zusammenarbeit", heißt es in einer Aussendung. Der Dirigent bedankte sich jedoch beim Orchester und der Stadt Wien.

Der gebürtige Kolumbianer, der schon seit langer Zeit Wien seine Heimat nennt, stand von 2005 bis 2009 dem Grazer recreation vor, bevor er 2009 den Posten des Chefdirigenten beim Tonkünstlerorchester Niederösterreich antrat. 2014 folgten dann Engagements als Chefdirigent des hr-Sinfonieorchesters in Frankfurt und des Houston Symphony Orchestra.