560 Millionen EuroKulturausgaben des Bundes dürften erneut deutlich steigen

Von 496 Mio. Euro im Jahr 2021 auf fast 560 Mio. Euro 2022: So entwickelt sich die Kulturausgaben im Bundesbudget. Ein wesentlicher Posten des Anstiegs ist die Erhöhung der Abgeltung für die Bundestheater und Bundesmuseeen in Wien.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
BAUSTELLE NEUE ARBEITS- UND SPIELSTAeTTE DER WIENER STAATSOPER
Der Umbau des Künstlerhauses zu einer Staatsopern-Zweigstelle © APA/HERBERT NEUBAUER
 

Das Kulturbudget 2022 dürfte deutlich stärker steigen als ursprünglich geplant. Nach einem Plus von 30 Mio. Euro auf 496 Millionen Euro im Jahr 2021 werden die Ausgaben 2022 nicht wie ursprünglich veranschlagt auf 526 Millionen Euro steigen, sondern sogar auf fast 560 Millionen Euro, also um über zehn Prozent. Ein Posten ist etwa eine rund 20 Millionen Euro schwere Erhöhung der Basisabgeltung für die Bundesmuseen und Bundestheater.

Laut der Austria Presse Agentur vorliegenden Informationen soll die Basisabgeltung für beide Bereiche erstmals seit Jahren stark angehoben werden.

2020 lag die Basisabgeltung für die Bundestheater noch etwa 163 Millionen (47,5 für Burgtheater, 44 für Volksoper, 66 für die Staatsoper). Laut Bundesvoranschlag 2021 erhielten die Bundestheater (Staatsoper, Volksoper, Burgtheater) heuer rund 165 Mio. Euro sowie die Bundesmuseen rund 128 Mio. Euro, was einer Gesamtsumme von rund 293 Mio. Euro entspricht. Somit beträgt die geplante Erhöhung für das kommende Jahr rund sieben Prozent.

Weitere große Brocken sind Mehrausgaben für die Errichtung der Kinderoper der Staatsoper im Künstlerhaus, die schon bekannte Sanierung des Volkskundemuseums und der Praterateliers sowie die Sanierung von Festspielhäusern und diverse Förderungen.

Vom Büro von Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) war auf Nachfrage vorerst kein Kommentar zu erhalten. Man verwies auf die Budgetrede von Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) am morgigen Mittwoch.

Kommentare (2)
selbstdenkerX
7
1
Lesenswert?

Wirklich schade ums Geld

Es wäre im Gesundheitswesen, bei Polizei und Bundesheer viel besser verwendbar.

tubaman58
0
2
Lesenswert?

Geld ist angenehm, wenn man gerade genug aber nicht zuviel davon hat.

"Kultur ist die Seele unserer Gesellschaft.!"