Steirerin des TagesNiki Mossböck und ihr ausgezeichneter Schnitt

Für ihren Schnitt zum Dokumentarfilm „Die Dohnal“ wurde die Grazer Filmeditorin Niki Mossböck mit dem Österreichischen Filmpreis ausgezeichnet.

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Niki Mossböck an ihrem Schnittplatz - dort, wo Filme entstehen © Evelyn Rois
 

Sie kennt jede Szene eines Films, jeden Schwenk, jeden Ton-Einsatz und jeden Blick der Schauspielenden, auch wenn diese nicht einmal wissen, wer sie wochenlang akribisch studierte: Niki Mossböck ist eine der gefragtesten Filmeditorinnen des Landes. Und als solche ist sie für die Beurteilung des Materials, den Schnitt, den Rhythmus und jene finale Film-Version verantwortlich, die die Zuschauenden am Ende auf der großen Leinwand oder auf dem Bildschirm sehen.
Für ihre Montage zu Sabine Derflingers vielfach geehrtem Dokumentarfilm „Die Dohnal“ über Österreichs erste Frauenministerin Johanna Dohnal wurde die 51-Jährige unlängst mit dem Österreichischen Filmpreis geehrt und hielt bei ihrer Dankesrede ein flammendes Plädoyer gegen die Unsichtbarkeit ihrer und der Arbeit ihrer Kollegenschaft – auch auf den roten Teppichen der Filmfestival-Schickeria. Denn ihre Filme wie „Struggle“ von Ruth Mader feierten in Cannes ihre Uraufführungen, der Spielfilm „Esmas Geheimnis – Grbavica“ von Jasmila Žbanić wurde bei der Berlinale mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Die Arbeit der gebürtige Grazerin kennt man unter anderem auch vom „Tatort“, dem „Landkrimi: Das Mädchen aus dem Bergsee“ oder den Kinofilmen „Maikäfer flieg“, „Licht“ oder „Life Guidance“.

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