ArchäologieMit Bodenradar wird Römerzeit unterhalb von Globasnitz sichtbar

Erstmals wurden in Globasnitz Geomagnetik und Bodenradar eingesetzt, um die Ausdehnung der römischen Raststation Iuenna festzustellen. Auch eine römische Villa kam zum Vorschein.

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Diese Siedlungsstruktur wurde mitten im Zentrum von Globasnitz entdeckt
Diese Siedlungsstruktur wurde mitten im Zentrum von Globasnitz entdeckt © Österreichische Akademie der Wissenschaften
 

Die kleine Ortschaft Globasnitz/ Globasnica am Fuße des Hemmaberges ist schon seit römischer Zeit besiedelt. Im antiken Rom war Iuenna, wie die Siedlung damals hieß, eine wichtig Raststation auf dem Weg von Virunum (Maria Saal) nach Celeia (Celje).
Geophysikalische Untersuchungen brachten jetzt umfangreiche Siedlungsstrukturen mitten in Globasnitz zutage. Erstmals wurden Geomagnetik und Bodenradar auf einer Fläche von insgesamt neun Hektar eingesetzt. Das Ziel? „Uns geht es darum, dass man die Siedlungsstruktur und auch die Anbindung dieser antiken Raststation Iuenna klärt. Es ist nicht ganz klar, wie die Straße von Virunum nach Celeia verläuft“, sagt Helmut Schwaiger vom österreichischen Archäologischen Institut der Akademie der Wissenschaften. Geophysikerin Franziska Reiner hat in Globasnitz die Bodenuntersuchungen durchgeführt: „Mit der Methode der Geomagnetik werden Anomalien im Erdmagnetfeld entdeckt. Gräben, Gruben, Gräberfelder erzeugen Kontraste. Wenn man in dieser ersten Methode schon etwas findet, kommt das Bodenradar zum Einsatz.“

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