Wiener HofburgRomy-Gala: Das Comeback des roten Teppichs

Am Freitagabend wurden in Wien die Romy-Branchenpreise vergeben. Erstmals seit langem wurde dafür wieder einmal ein roter Teppich ausgerollt. Die Branche feierte die Gewinnerinnen und Gewinner der Film- und Fernsehpreise.

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KLZ: Romy Akademiepreise f. Schafferhofer
Wurden ausgiebig gefeiert: die Gewinnerinnen und Gewinner der Romy-Akademiepreise © Ballguide/ Christoph Kleinsasser
 

Das Lächeln war nach dem Ende der Maskenpflicht nun auch wieder sichtbar: Unter 3G-Regeln feierte die Film- und Fernsehbranche sich, das Comeback und die Gewinnerinnen und Gewinner der Romy-Akademiepreise. Endlich wieder Gala - lautete das Stimmungsbarometer in der Wiener Hofburg. Und Roben. Und Tanzfläche. Und Musik.

Der große Abräumer des Abends war Arash T. Riahi, dessen Abschiebedrama "Ein bisschen bleiben wir noch" über ein Geschwisterpaar in Wien mit vier Romys ausgezeichnet wurde: bester Film (Produzenten Michael Katz, Veit Heiduschka), beste Regie, bestes Buch (beide Arash T. Riahi) und bester Schnitt (Julia Drack, Stephan Bechinger). Der Regisseur mahnte Humanismus ein, um den politischen Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen.

Über die Auszeichnung beste Kino-Produktion durfte sich der oscarnominierte Politthriller "Quo Vadis, Aida?"von Jasmila Zbanic freuen, dem die Jury auch einen Spezialpreis für den besten Kinofilm zuerkannte. Wegen eines Aufenthalts in der Türkei zuvor, durfte die Regisseurin nicht einreisen, freute sich aber, dass Filme Grenzen überwinden. Schauspielerin Edita Malovcic las ihre Dankesrede vor. Und Produzent Antonin Svoboda (coop99) erinnerte an die Tausenden Seelen, die in dem Massaker in Srebrenica verloren gingen. Und an jene Mütter von Srebrenica, die bis heute nicht wissen, wo ihre Söhne oder Männer begraben sind.

Romy-Gala: Die Stars auf dem roten Teppich

In der Wiener Hofburg wurden die Gewinnerinnen und Gewinner der Romy-Branchenpreise Freitagabend gefeiert.

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Romy-Erfinder Rudolf John mit Benjamin-Blümchen-Erfinderin Elfie Donnelly, die mit einer Platin-Romy geehrt wurde.

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Die Freude über das Comeback am roten Teppich war groß: u.a. bei den Schauspielerinnen Lilian Klebow und Brigitte Kren ...

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... oder deren Sohn Marvin Kren ...

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... oder bei den Miminnen Nicole Beutler und Edita Malovcic

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... oder der Moderatorin des Abends: Romy-Preisträgerin Kristina Inhof.

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ORF-Journalist Ed Moschitz wurde für seine zwei Ischgl-Reportagen ausgezeichnet

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Über gleich vier Romys durfte sich Arash T. Riahi und das Team von "Ein bisschen bleiben wir noch" freuen

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Musikerin Clara Luzia (links) wurde mit einer Romy für die beste Musik zu Johanna Moders "Waren einmal Revoluzzer" ausgezeichnet

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Produzent Antonin Svoboda (coop99) nahm zwei Romys entgegen: jenen für die beste Produktion und den Spezialpreis der Jury für den oscarnominierten Film "Quo Vadis, Aida?" von Jasmila Zbanic

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Die Diagonale-Chefs Peter Schernhuber (links) und Sebastian Höglinger (rechts) in Begleitung

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Platin-Romys für Elfie Donnelly und Rudolf Klingohr

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Rudolf Klingohr mit seiner "Interspot"-Familie

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Er machte das Publikum nicht nur fit im Lockdown, sondern war auch fit für eine Romy: Vorturner Philipp Jelinek

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Im Wahlkampfeinsatz: ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz

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Schauspielerpaar: Susi Stach und Karl Fischer

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Die Filmproduzentinnen Gabriele Kranzelbinder und Barbara Pichler

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War nominiert: ORF-Moderatorin Fanny Stapf (links)

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Regisseur Michael Kreihsl ("Risiken und Nebenwirkungen") mit Begleitung

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Regisseur Arman T. Riahi ("Fuchs im Bau")

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Das Team vom Netflix-Drama "Was wir wollten" von Ulrike Kofler

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Schauspielerin Patricia Aulitzky mit Begleitung

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Schauspieler-Stopp: Dominik Maringer, Johanna Orsini-Rosenberg (rechts)

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ORF-Magazin-Chefin Waltraud Langer

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ORF-Moderatorin Birgit Fenderl mit ihrer Tochter Anna Fenderl, die eine Romy erhielt, und Schauspieler Markus Freistätter

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Der Romy-nominierte Schauspiel-Nachwuchs

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Über zwei Romys darf sich auch der außergewöhnliche TV-Krimi "Sörensen hat Angst" freuen. Der Film mit einem Ermittler mit Angststörungen wird von Bjarne Mädel ("Stromberg", "Tatortreiniger") verkörpert, der zugleich sein Regiedebüt gab. Eine Romy gab es auch für Sven Stricker für das beste Buch, für ein Hörspiel hat er einst seine eigenen Angststörungen verarbeitet. Mädel scherzte, dass es "pädagogisch unklug" sei, einen Regiedebütanten auszuzeichnen. Denn nun überlege er sich, zur Ruhe zu setzen.

Die Jury ehrte in einem eigenen Jury-Preis auch den "Tatort", der im Vorjahr seinen 50er beging. Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser stehen aktuell für neue Ermittlungen vor der Kamera, schickten aber eine Grußbotschaft und verrieten, dass sich der neue Fall um Exorzismus drehe.

Daniel Hoesl und Julia Niemann wurden für die Doku "Davos" mit der Romy für die beste Kino-Dokumentation ausgezeichnet, die beiden lebten dafür ein Jahr im Schweizer Bergdorf und porträtierten das Leben vor und während des Weltwirtschaftsforums. Und Ed Moschitz wurde für seine beiden Ischgl-Reportagen mit dem Preis für die beste TV-Dokumentation geehrt.

Und zum Finale konnten zwei Auszeichnungen endlich verliehen werden: Schon 2020 wurden die Platin-Romys für das Lebenswerk dem Produzenten und "Mr. Seitenblicke" Rudolf Klingohr und der Autorin Elfie Donnelly zuerkannt. Klingohr hat mit seiner Filmproduktionsfirma „Interspot“ TV-Geschichte geschrieben. Und Donnelly erfand die Kultfiguren Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg. Deswegen gesellte sich am Ende zu Moderatorin und Romy-Preisträgerin Kristina Inhof auch ein Plüschelefant auf die Bühne.

 

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