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Kritik "Der Vogelhändler" am Stadttheater: Entstaubte Operettenseligkeit

Gelungene Aufführung von „Der Vogelhändler“ von Carl Zeller am Stadttheater. Intendant Aron Stiehl lässt sie mit enormem Schwung ablaufen und hat sie mit einer Fülle von Gags und viel Humor gewürzt.

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Die Christl und ihr Adam: Nika Gorič und Paul Schweinester © Pöschl/STK
 

Winkende Taschentücher, wenn Adam erscheint, flatternde deutsche Fähnchen beim Auftritt des Kurfürsten. Läutende Kuhglocken als ländliche Idylle. Gebuht wird bei Ohrfeigen, ein unisones Ahh ertönt bei den Kussszenen: Aber mitnichten auf der Bühne, sondern im Publikum. Denn Intendant Aron Stiehl hat Carl Zellers „Der Vogelhändler“ am Stadttheater Klagenfurt als „Mitmach-Operette“ inszeniert. Er hat ihr eine neue knackige Dialogfassung mit einem die Geschichte erklärenden Erzähler verpasst, das Stück auf gut 100 Minuten verkürzt und lässt seine Regie zwischen Tradition und Modernisierung geschickt changieren. Und das ist gut so, denn mit dieser Operette ist das immer so eine Sache: Was sie hörens- und liebenswert macht, ist die Natürlichkeit und volkstümliche Frische der Musik, die manchmal ein wenig ins Sentimentale abgleitet, und die vielen Hits, die Volkslieder geworden sind, wie etwa „Schenkt man sich Rosen in Tirol“ oder „Ich bin die Christl von der Post“. Aber auf der anderen Seite steht eine ziemlich triviale Verwechslungsgeschichte.

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