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Was sich im Kulturbereich ändertKultur-Lockerungen könnten heuer sogar Frequency möglich machen

"Ich habe gar nicht damit gerechnet", zeigt sich Frequency-Veranstalter Harry Jenner von den angekündigten Lockerungen begeistert. Was sich ab 10. Juni für Kulturveranstalter jetzt ändert.

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Ein Bild vom Frequency 2019
Ein Bild vom Frequency 2019 © APA/HERBERT P. OCZERET
 

Die jüngst begonnenen Öffnungsschritte im Kultur-Bereich gehen weiter. Wie Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (beide Grüne) am Freitag bekannt gaben, stehen ab 10. Juni weitere Lockerungen an. Die Höchstbesucherzahl von 1.500 indoor und 3.000 outdoor bleibt, allerdings dürfen nun 75 Prozent der Sitzplätze belegt werden. Auch die auf 24 Uhr nach hinten verlegte Sperrstunde dürfte Kultur-Betreiber freuen. Pro Gast sind künftig zehn Quadratmeter (statt 20) vorgeschrieben, Musikproben im Amateurbereich sind nun - wie bei professionellen Gruppen - unter der 3-G-Regeln möglich, es müssen hier keine Abstands- oder Quadratmeterregeln eingehalten werden. Auch für die Museen gilt die neue Quadratmeterregel, ab 1. Juni fällt sie ganz.

Einen großen Lockerungsschritt gibt es am 1. Juli: Für Veranstaltungen gibt es keine Obergrenzen mehr, ab 100 Personen herrscht jedoch eine Anzeigepflicht, ab 500 Personen eine Bewilligungspflicht, es gelten lediglich die 3-G-Regeln. Das dürfte sowohl die Wiener Festwochen, deren erste Tranche noch bis Mitte Juli läuft, und das ImPulsTanz-Festival (15. Juli bis 15. August) betreffen. Auch Open-Air Konzerte mit Stehplätzen können wieder stattfinden, was besonders für das "Frequency Festival" (19. bis 21. August) grünes Licht bedeuten würde. "Natürlich wird es stehende Veranstaltungen geben", so Kurz auf die Frage, ob es auch Steh-Veranstaltungen wie Konzerte oder Festivals geben wird.

Sehr positiv überrascht" wurde Frequency-Veranstalter Harry Jenner von der Regierungsankündigung, dass es ab 1. Juli keine Besucherobergrenze für Veranstaltungen mehr geben werde. Somit könne auch das Festival in St. Pölten wie geplant von 19. bis 21. August über die Bühne gehen. "Es ist alles back to normal. Ich habe wieder Arbeit", freute sich Jenner gegenüber der Austria Presse Agentur. Auch die aktuell geplanten Herbst- und Winterkonzerte von Barracuda Music könne man somit durchführen.

"Ich habe gar nicht damit gerechnet", sagte Jenner in einer ersten Reaktion. Zwar habe es immer wieder Gespräche mit der Politik gegeben, unter anderem "gerade erst gestern. Aber ich habe heute blöd aus der Wäsche geschaut, dass es so schnell geht." Die 3-G-Regel (geimpft, getestet, genesen) für Besucher sind für den Festivalveranstalter "natürlich völlig okay". Er und sein Team hätten die vergangenen Wochen und Monate "zum Glück" weitergearbeitet, dementsprechend stünde dem Frequency nun nichts mehr im Weg.

Was das Line-up betrifft - angekündigt sind etwa Rapper RAF Camora, die Indie-Band AnnenMayKantereit oder die heimische Kultband Bilderbuch -, zeigte sich Jenner guter Dinge. "Die meisten großen Namen haben wir wieder bestätigen können." Er rechnet damit, dass 80 bis 90 Prozent des derzeit vorgesehenen Programms halten werden. Und auch für das Camping der zehntausenden Besucher sieht er nach der heutigen Ankündigung keine Probleme. "Wir freuen uns und sagen danke", so Jenner.

Auch die Einreise-Regelungen werden gelockert, was große Erleichterungen im Kulturbereich mit sich bringt. Auch die Maskenpflicht fällt in Innenräumen, was Theaterbesuche wesentlich erfreulicher machen wird. "Großereignisse" sind laut Tourismus-Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) ab 1. Juli wieder möglich. In diesem Zusammenhang verwies sie auch auf den "Schutzschirm" für Veranstalter.

Erleichtert zeigt sich Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) angesichts der Öffnungsschritte im Bereich Kunst und Kultur. "Die Kunst- und Kulturbranche hat stark unter dieser Pandemie gelitten, sie hat sich aber auch resilient und kreativ im Umgang mit der Krise gezeigt", so die Staatssekretärin in einer Aussendung. Bezüglich der großen Sommerfestivals sieht Mayer nun "eine Planungsperspektive".

 

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CloneOne
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Lesenswert?

Und die ersten heimischen Veranstalter

fluchen schon weil zu früh abgesagt