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KommentarORF-Nebenjobs: Unfassbar arglos oder gezielt irreführend

Die Auseinandersetzung um die gutdotierten Nebentätigkeit von ORF-Journalistin Patricia Pawlicki offenbart nicht nur die Intrigenspiele der heimischen Politik, sondern auch den enormen Reformbedarf im ORF.

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© Kleine Zeitung
 

Für den NEOS-Abgeordneten und ehemaligen „Kurier“-Chefredakteur Helmut Brandstätter ist der Fall klar: Dass das konservative Boulevardmedium exxpress.at seine Frau Patricia Pawlicki ins Visier genommen hat, sei im Auftrag von Bundeskanzler Sebastian Kurz geschehen, mit dem sich Brandstätter laufend scharfe politische Gefechte liefert: „Dass er nun auf meine Familie losgeht ist wirklich letztklassig“, twitterte Brandstätter am Dienstag, und zeige Kurz‘ „Machtverliebtheit und Charakterlosigkeit“.

Kommentare (9)
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Jelineck
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WKSTA an die Front

Kann es nicht auch sein, dass das Geld eine getarnte Parteispende an die NEOS war?

seinerwe
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Verlierer

In einem "Krieg" verlieren immer beide Seiten. Dass Konflikte bis in die Familien hineingetragen werden haben Blümel und Kurz auch schon erlebt....

Morpheus17
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Was hat die Dame konkret gemacht?

Diese pauschale Verurteilung ist unseriös. Beratung ist viel und kann auch teuer sein. Wurden etwa Imagefilme, Broschüren etc. für die OMV erstellt, sind t€ 400 nicht wirklich überbordend. Ohne es zu wissen, wird in diesem Artikel eine Art „Wo woar mei Leistung?“ Mentalität suggeriert. Das ORF Mitarbeiter grundsätzlich bessere Nebenbeschäftigungen haben als Journalisten der Spatzenpost, liegt an der Marktmacht des Staatsmediums. Eine 2 stündige Moderation mit einem bekannten Gesicht ist für viele Unternehmen unverhältnismäßig viel Wert.

calcit
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Noch nie was von Unvereinbarkeit gehört?

Das gilt grundsätzlich auch für staatsnahe Betriebe...

heri13
28
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Über Unvereinbarkeit kann nur der ORF entscheiden.

Keine kurz Mitläufer.
Es gibt leider genug kurz Speichellecker die immer noch den Lügen des Möchtegern glauben.
Kurz ist ein versager der Denk nur seine Meinung ist die richtige.
Exxpress ist seine Erfindung, die er für die Verbreitung seiner kruden Gedanken benützt.

Morpheus17
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Erst Mitarbeiter mit neueren Verträgen ist dies untersagt

dh. der Einwand zwar gut, aber nicht richtig. Es geht sogar soweit, dass die Moderatoren einen Teil der "Freizeitgage" dem ORF zahlen müssen,

calcit
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Das mag zwar stimmen, dass dies erst jetzt explizit in den Verträgen steht...

...aber auf Grund der Staatsnähe ware ja grundsätzlich auch die Zuständigkeit des Rechnungshofes gegeben und auch sinngemäß Bestimmungen aus dem Beamtendienstrecht anzuwenden...Im übrigen Frage ich mich halt schon ob die Leute neben ihrer Fixanstellung so viel Zeit haben fast Vollzeit in einem anderen Job auch noch zu arbeiten oder ein Unternehmen zu führen. Also ich schaff das nicht....

Morpheus17
5
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... Beamtendienstrecht???

Entweder das Beantendienstrecht gilt in allen Facette - also der ORF MA ist ein Beamter - oder es gilt das Angestelltendienstrecht. Dadurch mittlerweile kaum noch Beamte im Staatsfunk tätig sind, ist die Anwendung des Beamtendienstrechtes unrichtig. Bitte keine Fake News verbreiten. Diese Vermischung schaffe ich nicht ....

MuskeTiere4
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Verquickungen sind allgemein unerquicklich.

Seit der Entstehung der 2. Republik , also ab 1945, bzw. 1955 ist es eine zunächst erklärbare Selbstschutz-Reaktion gewesen, dass die damals Überlebenden versucht haben, die sog. Normalität vor dem 2. Weltkrieg wieder aufzunehmen.
Wiederaufbau ging oft vor ideologischer Integrität.
Danach haben sich diese Vorgangsweisen aber zu einer Art Gewohnheitsrecht selbstläuferisch verselbstständigt.
Das traurige daran ist, dass es scheinbar bis heute nicht gelungen ist, dadurch zu strukturellen Problemen gewordene Missstände zu beheben, sie in gegenwartstaugliche Strukturen überzuführen.
Manches Gewohnheitsrecht schadet inzwischen mehr als es noch zulässig ist. Aber Gewohnheiten sind schwer zu verändern. Mutloses Weiterlaufen lassen, schafft aber zu viele Angriffsflächen für mögliche Korrumptionsversuche. Integre Menschen, deren berufliche Leistungen schlagartig ins schiefe Licht geraten, haben nach alter Gewohnheit zwar richtig und dennoch strukturell bedenklich gehandelt.