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LeitartikelAuch der Kultur täten ein paar Vorsätze fürs neue Jahr gut

Das Neujahrskonzert trug 2021 nicht nur Schönheit in die Welt, es demonstrierte auch die absurde Notlage, in der sich die Kultur wegen Corona befindet.

 

Die leeren Reihen im Saal und die online zugeschalteten Zuschauer, die Applaus gespendet haben: Das Neujahrskonzert gestern war so etwas wie die Quintessenz des Jahres 2020. Die Leere des öffentlichen Raums und Lebens und der Versuch, wenigstens über das Internet so etwas wie Gemeinschaft herzustellen, das hat man seit vergangenem März immer wieder selbst erlebt und praktiziert. Und irgendwann wohl auch genug davon gehabt.

Für viele, die sonst nicht so häufig mit Kultur dieser Art in Berührung kommen, war bei der TV-Übertragung des Konzerts eventuell auch zum ersten Mal die absurde Notlage erkennbar, in die Corona die Kultur gestürzt hat. Da spielt eines der besten Orchester der Welt unvergleichlich schön und beeindruckend Wiener Walzer und Polkas und danach – nichts. Stille im leeren Raum. Keine Bravorufe, keine strahlenden Gesichter. Kunst braucht aber das Publikum, um überhaupt zu existieren. Deshalb waren gerade die dann doch noch zugeschalteten Musikfreundinnen und -freunde aus aller Welt, die jubelten und klatschten, ein emotionaler Höhepunkt des Konzerts. Das und die Ansprache des italienischen Dirigenten Riccardo Muti, der unter anderem sagte, dass Musik nicht nur Beruf, sondern Berufung sei, dass Kultur ein enormer Faktor sei, um die Gesellschaft besser zu machen, und an die Politik der Welt appellierte, das künftig nicht zu vergessen.

Kommentare (9)
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kropfrob
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Scahde, dass man ...

... in der Printausgabe vom 2. Jänner 2021 auf Seite 9 "21 Kul­tur­GRÜN­DE, sich auf 2021 zu freu­en" ankündigt, aber dann nur soviel Platz findet, um *drei* davon auch tatsächlich anzuführen.

muston
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Maskenpflicht in Oesterreich

Warum trug Muti und das Orchester keine Maske?

zweigerl
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Prinzipiell

Die reproduzierenden Künstler, und daas gilt auch für die elitären Symphoniker, sind in einer Aporie gefangen:
Erstens ist Kunst prinzipiell Selbstzweck und braucht nicht per se die Publikumsresonanz.
Zweitens ist die Konserve, also Tonträger und Medien nicht prinzipiell dem Kunstgenuss abträglich. Die LIve-Performanz ist keine Bedingung.
Conclusio: Live-Konzerte sind prinzipiell verzichtbar.

Eisoase
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5 Tage getestet

Weil sie die letzten 5 Tage jeden Tag getestet wurden

Eisoase
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5 Tage getestet

Weil sie die letzten 5 Tage jeden Tag getestet wurden

kropfrob
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Laut aktueller Covid-19-Notverordnung ...

... entsprechende §12, Abs. 1, Ziffer 8 in Verbindung mit Absatz 2 und 4: Es muss ohnehin ein COVID-Präventionskonzept vorliegen und im schlimmsten Fall muss einfach das ganze Orchester in Quarantäne (so wie es auch bei Sportveranstaltungen der Fall ist). Aber vermultich wurden auch alle Mitwirkenden vorab getestet.
PS: Wie sollte man mit Mundschutz z.B. Trompete spielen?

blackpanther
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Warum

tragen Fussballer und Schifahrer keine Maske bei Ausübung ihres Berufs? Ganz einfach: Weil sie gleich wie die Philharmoniker vorher einen Antigentest, so wie ihn jeder bereits machen kann, gemacht haben....

muston
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Maskenpflicht

Danke, das freut mich|

shaba88
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Kommentar

Was hat der Titel mal wieder mit dem Artikel zu tun?