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WienliebeDie beste Kunst aus der besten Stadt

Kunst und Schönheit sind stärker als die Angst. Fünf Redakteurinnen und Redakteure der Kleinen Zeitung präsentieren Momente Wiener Kunst und Kultur, die sie besonders lieben. Von RAF Camora bis Karl Kraus.

Falco als "Amadeus" © 
 

Susanne Rakowitz: Wir tanzen den Salonlöwentango

Eintauchen in dieses Wien nach der Jahrhundertwende 1900: Schillernd, abgründig, goldene Fassaden und mittendrin eine, die sie alle vor sich hertreibt: Oliver Hilmes leuchtet in „Witwe im Wahn“ (btb, 478 Seiten, 11,40 Euro) nicht nur die Figur der Alma Mahler-Werfel aus, sondern richtet den Röntgenapparat auf die Upperclass der damaligen Zeit. Ach, der Schein, der schöne Schein! Den Schillernden geben, aber die Schickeria elegant vorführen, das muss ein Wiener Schmäh sein, den Falco wie ein traumwandlerischer Hasadeur beherrschte. Man muss von ihm fast alles lieben, aber „Kann es Liebe sein“, da wird man fix „Emotional“. Robert Finster alias „Freud“ hätte in der gleichnamigen Netflix-Serie sei Freud. Für all jene mit Lust am Morbiden und großer Theatralik. Und Wien geht niemals ohne ein Wort, das seit jeher so schön der Leistungsgesellschaft den Mittelfinger zeigt: „Owezara“. Bussi!

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