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KärntenWenn Karten die Welt sichtbar machen

Ein Buch zeigt erstmalig Gerhard Lerchbaumers bedeutende Sammlung von Kärnten-Karten, die bis ins Jahr 1478 zurückreicht.

Die seltene Holzwurmkarte von 1612
Die seltene Holzwurmkarte von 1612 © Sammlung Lerchbaumer
 

Clagenfurt wird von einer Stadtmauer umwehrt. Der „Werdt See“ ist eigentümlich gebogen. Der „Copan M.“ thront über dem „Facker See“. Und wer ganz genau schaut, sieht auf dieser Landkarte am „Leobel“ bereits einen Tunnel. Am „Mülsteter See“ ist das Stift markant eingezeichnet. Der Blick schweift weiter in den Westen und entdeckt den höchsten Berg Österreichs: Den „Glökner M.“

Lange für verschollen gegolten, konnte Sammler Gerhard Lerchbaumer (71) diese Landkarte von Israel Holzwurm aus dem Jahr 1612 ausfindig machen und sie bildet seither das Prunkstück seiner Sammlung von Kärnten-Karten: „In der Uni-Bibliothek Regensburg tauchte in den 1990er Jahren ein Exemplar auf. Die zweite Karte ist erstmals in einem Antiquariat in New York um 2010 aufgetaucht. Über einen mir bekannten Händler habe ich sie später in London erworben.“ Nur noch zwei Karten gibt es weltweit von diesem bedeutenden und äußerst seltenen historischen Dokument. Holzwurm selbst war von 1610 bis 1616 auch im Dienste der Kärntner Landstände.

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