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Wie Krisen das Leben verändernPaulus Hochgatterer: "Wir sind alle schwer belehrbar"

Covid-19 hat die Welt auf den Kopf gestellt. In den Sommergesprächen gehen wir jeden Sonntag der Frage nach, wie Krisen das Leben verändern. „Ab dem Augenblick, ab dem es eine Impfung gibt, ist die Welt von gestern wieder da“, sagt Kinder- und Jugendpsychiater Paulus Hochgatterer.

Kinder- und Jugendpsychiater sowie Autor: Paulus Hochgatterer © Corn/Deuticke
 

Manche schreiben Bücher, weil sie eine Botschaft haben, andere schreiben, um zu verstehen, was passiert. Zu welcher Gruppe gehören Sie?
PAULUS HOCHGATTERER: Ich gehöre sicher zu denen, die im Schreiben verstehen wollen. Für mich ist Schreiben etwas, durch das man vielleicht klüger wird und Erkenntnis gewinnt. Es ist eine Möglichkeit, um Dinge, die einem rätselhaft sind, besser verstehen zu können.

Kommentare (2)

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Plantago
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Ab dem Moment, an dem es eine Impfung gibt,

erwachen die toten Pferde wieder zum Leben, beginnen bankrotte Firmen wieder zu florieren, bringen die Arbeitslosen wieder Säcke voll Geld nach Hause, gibt es Freibier beim Wirt und einen Gratis-Haarschnitt beim Friseur, - jo eh. Man muss es einfach nur "positiv" sehen.

zweigerl
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Kein Grund zur Zuversicht

Man darf jetzt nicht zu optimistisch sein. Allein der Verzicht auf den gewohnten materiellen Wohlstand und eine überschießende Partygeselligkeit wird nicht so ohne Weiteres hingenommen werden. Dass die Migrationskrise keine schweren Verwerfungen nach sich zog, lag allein daran, dass der Staat die Folgen austarieren konnte. Einbruch der Wirtschaft mit hohen Arbeitslosenzahlen, Klimawandel und eine unübersichtlicher werdende Weltlage kommen hinzu.