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Günter Wallraff Schonungsloser Aufdecker bekommt Hermann Kesten-Preis

Der deutsche Autor Günter Wallraff bekommt von der Schriftstellervereinigung PEN eine Auszeichnung für sein Lebenswerk.

"Einer der engagiertesten Autoren der letzten Jahrzehnte": Günter Wallraff
"Einer der engagiertesten Autoren der letzten Jahrzehnte": Günter Wallraff © (c) APA/AFP/JOHN MACDOUGALL (JOHN MACDOUGALL)
 

"Ganz unten" heißt eines seiner eindringlichsten Bücher. Als türkischer Gastarbeiter Ali Levent Sinirlioğlu hat Günter Wallraff (77) in den 1980er Jahren bei Unternehmen wie Thyssen gearbeitet. Außerdem nahm er an klinischen Studien der Pharmaforschung teil. Als "Ali" erlebte er den ganz alltäglichen Rassismus und schrieb darüber schonungslos.

Immer wieder hat Wallraff in seinem Tun für jene eingesetzt, die selbst keine Stimme hatten. Die Schriftstellervereinigung PEN verleiht Wallraff den Hermann Kesten-Preis für sein Lebenswerk: "Mit Günter Wallraff ehren wir einen der engagiertesten deutschen Autoren der letzten Jahrzehnte", sagte PEN-Vizepräsident Ralf Nestmeyer. Am 19. November will man den Preis verleihen.

Gewürdigt wird auch Wallraffs Mut und persönlicher Einsatz für die Meinungsfreiheit und politisch verfolgte Autoren und Autorinnen. Angela Dorn, Grüne-Kulturministerin von Hessen, sagte über Wallraff: "Er zeigte uns die fragwürdigen Recherche-Methoden des Boulevard-Journalismus, ließ uns erschreckend tief blicken in die menschenverachtenden Arbeitsbedingungen eines sogenannten Gastarbeiters, nahm uns mit in den harten Alltag von Paketdienstleistern und Flugpersonal."

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