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Erstmals seit 1946Bregenzer Festspiele wurden offiziell abgesagt: "Trauriger Moment"

Die Bregenzer Festspiele 2020 finden nicht statt. Dies wurde gerade auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben. Es sei "wirtschaftlich nicht machbar". Erstmals seit 1946 fällt das Festival also aus!

BREGENZER FESTSPIELE 2019: FOTOPROBE 'RIGOLETTO'
Den "Rigoletto" wird es wohl erst wieder 2021 geben © APA/DIETMAR STIPLOVSEK
 

Die Bregenzer Festspiele sind nun offiziell abgesagt worden. Das Festival wird erstmals seit 1946 heuer nicht stattfinden. Laut der Pressekonferenz der Bundesregierung sind ab 1. August Veranstaltungen bis zu 1.000 Besucher erlaubt - für die Festspiele keine Perspektive. In einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz haben die Verantwortlichen am heutigen Freitag das Aus für 2020 verkündet.

Nach den Regelungen und Besucherzahlen-Auflagen, die die Bundesregierung am Freitag bekanntgab, wird ein Festivalsommer in gewohntem Ausmaß nicht möglich sein. Die Festspielverantwortlichen hatten stets betont, dass im Fall einer Absage das gesamte Programm nicht stattfinden wird. "Ich muss feststellen, dass mit der Verlautbarung von heute, den neuen behördlichen Auflagen, die für den Sommer gelten, die Bregenzer Festspielsaison 2020 abgesagt ist", sagte Festspielpräsident Hans-Peter Metzler in der kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Er sprach Metzler von einem einmaligen, außerordentlichen "und für uns traurigen Moment".

In der Einladung zur Pressekonferenz hieß es, die Covid-19-Pandemie und die Maßnahmen zu deren Bekämpfung bedeuteten für die Festspiele eine "beispiellose Ausnahmesituation". Die Auswirkungen haben neben Metzler noch Intendantin Elisabeth Sobotka und der kaufmännische Direktor Michael Diem erläutert.

Diem erklärte, dass die Bregenzer Festspiele mit 1.000 Gästen auf der Seebühne "wirtschaftlich nicht machbar sind". Sobotka kündigte an, dass die Bregenzer Festspiele ohne die Aufführungen auf der Seebühne - "das Herz der Festspiele" - nicht denkbar seien. Man werde 2021 wie für heuer geplant sowohl "Rigoletto" auf dem See als auch die Hausoper "Nero" im Festspielhaus zur Aufführung bringen. Alternative Veranstaltungen soll es nicht geben, vielleicht aber ein "Lebenszeichen", so Sobotka.

Mit den Besuchern, die bereits Tickets haben, wolle man "ganz fair" sein. Die Lieblingsvariante der Festspiele ist ein Ticketumtausch auf 2021, weitere Möglichkeiten sind ein Gutschein, der mehrere Jahre Gültigkeit hat, eine Rückerstattung oder das Spenden des Ticketbetrags an das Festival. Start der Abwicklung per Festspiele-Internetseite ist am Montag, 18. Mai. Für "Rigoletto" 2021 sind vorerst insgesamt 26 Vorstellungen mit der Option auf zwei weitere vorgesehen, 190.000 Tickets sind aufgelegt. Premiere ist am 22. Juli 2021, einen Tag nach der Hausoper "Nero". Um ein Jahr verschoben wird dann "Madame Butterfly" als Spiel auf dem See.

 

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