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Hollywood-LegendeKirk Douglas im Alter von 103 Jahren gestorben

Hollywood-Legende Kirk Douglas starb am Mittwoch im Alter von 103 Jahren. Er galt als einer der größten Darsteller der Filmgeschichte.

© Chris Pizzello/Invision/AP
 

Hollywood-Legende Kirk Douglas ist tot. Der Schauspieler starb am Mittwoch im Alter von 103 Jahren, wie sein Sohn Michael Douglas im Onlinenetzwerk Facebook mitteilte. Kirk Douglas galt als einer der größten Darsteller der Filmgeschichte.

Douglas drehte mehr als 80 Filme, oft mit großen Regisseuren wie Billy Wilder, Howard Hawks, Otto Preminger und Elia Kazan. Drei Mal hatte er Oscar-Chancen: in der Rolle des rücksichtslos-ehrgeizigen Boxers in "Zwischen Frauen und Seilen", als machtgieriger Produzent in "Stadt der Illusionen" und für sein Künstlerporträt "Vincent van Gogh - Ein Leben in Leidenschaft". Die Filmakademie verlieh ihm schließlich 1996 einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk.

Einer der letzten Legenden aus Hollywoods goldener Ära

Seinen 100. Geburtstag im Dezember 2016 hatte der "Spartacus"-Schauspieler Kirk Douglas noch groß gefeiert. Dazu lud der Patriarch der Schauspieler-Familie prominente Freunde zu einer Tee-Party ein. Sohn Michael Douglas ("Wall Street") richtete die Feier im Beverly Hills Hotel mit mehr als 130 Gästen aus.

Zu den Gratulanten zählten bekannte Filmschaffende, darunter Regisseur Steven Spielberg und Produzent Arthur Cohn. Auch war die zweite Ehefrau Anne an der Seite des Jubilars. Die in Deutschland geborene Produzentin hatte Douglas in Paris kennengelernt und 1954 geheiratet.

Spätere Geburtstage feierte er dann nur noch in kleinem Kreis, öffentliche Auftritte wurden spärlicher. Im November 2018 saß er mit hellrosa Hemd und Sonnenbrille im Rollstuhl auf dem Hollywood Boulevard, als Sohn Michael dort mit einem Stern auf dem "Walk of Fame" verewigt wurde, nahe an der Stelle, wo Kirk seit langem eine Plakette hat.

Nun trauert die Familie und die Filmwelt um den rebellischen Leinwandhelden. Am Mittwoch (Ortszeit) starb Douglas im Alter von 103 Jahren, wie sein Sohn Michael auf Facebook und Instagram "in tiefster Trauer" mitteilte.

Warnte vor Trump-Sieg

Mit Mitte 90 hatte der rüstige Darsteller am Thanksgiving-Feiertag noch tatkräftig mitgeholfen, Truthahn-Essen an Obdachlose in Los Angeles zu verteilen. Erst in den letzten Jahren waren seine Auftritte in der Öffentlichkeit seltener geworden, aber seine Meinung tat er auch noch mit fast 100 Jahren kund. So warnte der liberale Star mit dem markanten Grübchen im Kinn noch im Herbst 2016 vor den Folgen eines Wahlsieges von Donald Trump. In einem Blog-Eintrag bei der "Huffington Post" zitierte er aus einer Wahlkampfrede des Republikaners, die sich gegen Einwanderer richtete.

Kirk Douglas 1916-2020: Kirk Douglas in Bildern

Hollywood-Legende Kirk Douglas ist im Alter von 103 Jahren gestorben.

(c) Getty Images (Alberto E. Rodriguez)

Douglas drehte mehr als 80 Filme, aber seine berühmteste Rolle war sicher die des Sklavenanführers Spartacus in dem gleichnamigen Historienschinken.

APA/AFP/HO

Kirk und Anne Douglas. Die beiden heirateten im Jahr 1954

(c) Getty Images (Nat Dallinger)

Kirk Douglas mit seinen Söhnen Joel und Michael Douglas

(c) Getty Images (Hulton Archive)

Mit Sohn Michael am Set des US-Kriegsfilms "Der Schatten des Giganten"

(c) Getty Images (Hulton Archive)

Kirk Douglas mit Sohn Peter Douglas

(c) APA/AFP/VALERIE MACON (VALERIE MACON)

Mit Familie

(c) Getty Images (Keystone)

Noch im Jahr 2008 zeigte er gerne das Kind im nie wirklich alten Mann

(c) APA/AFP/VALERIE MACON (VALERIE MACON)
(c) Getty Images (Lee)

Mit Jeanne Moreau und Leslie Caron während der Filmfestspiele Cannes

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Der US-amerikanische Schauspieler Kirk Douglas posiert während seines Deutschland-Besuchs mit den deutschen Schauspielerinnen Christine Kaufmann (l) und Barbara Rütting im Jahr 1959

(c) APA/dpa/Georg G�bel (Georg G�bel)

Der Schauspieler war immer ein Schelm

(c) APA/dpa-Zentralbild/Tom Maelsa (Tom Maelsa)

Vielseitig interessiert: mit Sohn Michael und Schwiegertochter Catherine beim US-Open 2007

(c) AP (Elise Amendola)

Im Jahr 1994 mit Hillary und Bill Clinton sowie Sängerin Aretha Franklin

(c) AP (Doug Mills)

1996 gab es endlich auch einen hochverdienten Oscar: den Ehren-Oscar der Academy

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Mit seiner 1919 in Hannover geborenen Frau Anne, einer amerikanischen Filmschauspielerin und Produzentin

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Mit seiner Frau Anne servierte er Obdachlosen ein Thanksgiving-Essen (2005)

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Mit Jean Simmons in "Spartacus" unter der Regie von Stanley Kubrick

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Als "Spartacus"

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Mit Sängerin Aretha Franklin

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Bei der Oscar-Verleihung im Jahr 1985 gemeinsam mit Michael Douglas

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Mit Schwiegertochter Catherine Zeta-Jones, die seit dem Jahr 2000 mit Michael Douglas verheiratet ist

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"Dies sind nicht die amerikanischen Werte, für deren Schutz wir im Zweiten Weltkrieg gekämpft haben", wetterte Douglas. Er selbst sei 16 Jahre alt gewesen, als 1933 ein Mann in Deutschland an die Macht kam, den zuerst niemand ernst genommen habe. "Er wurde als Clown angesehen, der unmöglich ein gebildetes, zivilisiertes Volk mit seinen nationalistischen, hasserfüllten Reden täuschen konnte", führte Douglas weiter aus.

Karriere hart erkämpft

Douglas, der Sohn jüdisch-russischer Einwanderer, musste sich seine Karriere hart erkämpfen. Als Issur Danielovitch Demsky geboren, wuchs er mit sechs Schwestern im Armenviertel der Industriestadt Amsterdam im US-Bundesstaat New York auf. Mit Jobs als Hausmeister und Ringer auf Jahrmärkten finanzierte er sein Studium, um möglichst schnell auf die Schauspielschule zu kommen.

Nach dem Krieg hatte er Glück. Seine frühere Klassenkameradin Lauren Bacall, die Douglas schon kleinere Rollen am Broadway verschafft hatte, empfahl ihn bei den Studiobossen in Hollywood. Als Alkoholiker-Ehemann von Barbara Stanwyck debütierte er 1946 in dem Film "Die seltsame Liebe der Martha Ivers" so überzeugend, dass rasch weitere Hauptrollen folgten, etwa in "Glasmenagerie" und "Reporter des Satans".

Douglas spielte in mehr als 80 Filmen mit, oft unter großen Regisseuren wie Billy Wilder, Howard Hawks, Otto Preminger und Elia Kazan. Allein mit seinem Leinwandfreund Burt Lancaster stand er sieben Mal vor der Kamera - angefangen beim Gangsterdrama "14 Jahre Sing Sing" bis hin zu der selbstironischen Gaunerkomödie "Archie & Harry - Sie können's nicht lassen".

In seinen Filmen hatte Douglas eine Vorliebe für Bösewichte, Draufgänger und schmutzige Helden. Drei Mal wurde er für den Oscar nominiert: für die Rolle des rücksichtslos-ehrgeizigen Boxers in "Zwischen Frauen und Seilen", als machtbesessener Filmproduzent in "Stadt der Illusionen" und für sein packendes Künstlerporträt "Vincent van Gogh - Ein Leben in Leidenschaft". 1996 konnte er schließlich den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk in Empfang nehmen.

Wie viele seiner Helden hat auch Douglas sich nie dem Druck von oben gebeugt. Mit der Gründung einer Produktionsfirma wurde er in Hollywood sein eigener Herr. Er gab ihr den Namen seiner aus der Ukraine stammenden Mutter Bryna. Für die Großproduktion "Spartacus" unter der Regie von Stanley Kubrick verpflichtete Douglas Dalton Trumbo als Drehbuchschreiber, obwohl dieser auf der schwarzen Liste der geächteten kommunistischen Künstler stand. Er selbst trumpfte in dem teuren Historienepos als der legendäre Sklavenanführer auf.

Filme (Auswahl)

1946 "Die seltsame Liebe der Martha Ivers"
1949 "Zwischen Frauen und Seilen" (Oscar-Nominierung)
1950 "Die Glasmenagerie"
1951 "Reporter des Satans"
1952 "The Big Sky - Der weite Himmel"
1953 "Stadt der Illusionen" (Oscar-Nominierung) 1954  "20.000 Meilen unter dem Meer"
1956 "Vincent Van Gogh - Ein Leben in Leidenschaft" (Oscar-Nominierung)
1957 "Wege zum Ruhm" 
1960 "Spartacus"
1963 "Sieben Tage im Mai"
1970 "Zwei dreckige Halunken"
1986 "Archie und Harry - Sie können's nicht lassen"
1991 Oscar - Vom Regen in die Traufe
1994 Greedy - Erben will gelernt sein
2003 Es bleibt in der Familie
2008 Mord im Empire State Building (TV) 

Mit seinem zweifach Oscar-gekrönten Sohn Michael ("Wall Street", "Einer flog über das Kuckucksnest") stand Douglas zum ersten Mal 2003 gemeinsam vor der Kamera - in der autobiografisch angehauchten Komödie "Es bleibt in der Familie". Ihr früher schwieriges Verhältnis - Michael wuchs im Schatten des berühmten Vaters auf - hatte sich da längst gebessert. Auch Ex-Frau Diana Douglas (1923-2015) spielte mit. Das Paar trennte sich, als die Söhne Michael und Joel noch klein waren.

Mit seiner zweiten Frau hatte Douglas ebenfalls zwei Söhne. Der Jüngste, Schauspieler Eric, starb mit 46 Jahren an einer versehentlichen Überdosis von Tabletten und Alkohol. Es gab weitere Schicksalsschläge in dem Leben des Leinwandhelden. Ein knapp überlebter Hubschrauberabsturz 1991 und ein Schlaganfall 1995 hatten ihn gesundheitlich gezeichnet. Nach der Erkrankung musste er sich das Sprechen wieder mühsam beibringen.

Kommentare (3)

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Lodengrün
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RIP Kirk Douglas!

Und was ist mit Nello Santi? Eine der letzte Legende der Oper Bühne ist gestern mit 88 Jahre gestorben. Leider hat die Kleine Zeitung das verschlafen. RIP alle Legende der Kunst!

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hermannsteinacher
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Unvergesslich als "Doc" Holliday in "Gunfight at the O.K. Corral" (1957)

"Zwei rechnen ab"; in Österreich Filmtitel "Blutsbrüder"

R. I. P.

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Ichweissetwas
1
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Niemand lebt ewig.....

Kirk Douglas war eine starke charismatische Persönlichkeit und er starb in einem wahrlich hohen Alter!!

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