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Sechstes MalRiccardo Muti wird das Neujahrskonzert 2021 dirigieren

Riccardo Muti wird das Neujahrskonzert 2021 der Wiener Philharmoniker leiten - und zwar bereits zum sechsten Mal. Das gab das Orchester am heutigen Mittwoch bekannt.

'NEUJAHRSKONZERT 2018' DER WIENER PHILHARMONIKER: RICCARDO MUTI
Nach 2018 auch 2021 wieder am Pult der Wiener Philharmoniker Riccardo Muti © APA/HANS PUNZ
 

Riccardo Muti wird 2021 das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker im Musikverein dirigieren. Das gab das Orchester am heutigen Mittwoch bekannt. Damit setzt man auf einen echten Routinier, hat der Italiener doch bereits fünf Mal am Neujahrstag die Philharmoniker durch den Vormittag geführt. Insgesamt dirigierte der 79-Jährige das Orchester bereits in über 500 Konzerten.

"Riccardo Muti nimmt in der Geschichte der Wiener Philharmoniker einen außergewöhnlichen Stellenwert ein", beschied Philharmoniker-Vorstand Daniel Froschauer in einer Aussendung. So wird Muti im kommenden Jahr - in dem der gebürtige Neapolitaner am 28. Juli auch seinen 80. Geburtstag feiert - an Zubin Mehta vorbeiziehen, der bis dato ebenfalls schon fünfmal am Neujahrspult den Taktstock schwang. Damit wird Muti zum meistbeschäftigten Neujahrskonzertdirigenten seit der legendären Ära Lorin Maazel.

"Vulkan am Pult"

Als "Vulkan am Pult" wird Riccardo Muti, der meist herrisch, temperamentvoll und selbstbewusst auftritt, gern bezeichnet. In seiner Heimat Italien wird er teils abgöttisch geliebt, teils scharf kritisiert. Kalt lässt der Mozart-Spezialist mit dem Faible für neapolitanische Musik des 18. Jahrhunderts jedenfalls die Wenigsten.

Neujahrskonzert 2020: Die ersten Bilder vom Konzert

Andris Nelsons hat sein Debüt als Dirigent des Neujahrskonzerts souverän bestanden.

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Und Jubilare zu feiern gab es für die Wiener Philharmoniker auch diesmal genug: Neben dem 150. Jahrestag des Musikvereinsgebäudes selbst . . .

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

. . . auch Ludwig van Beethoven und die Salzburger Festspiele. 

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)
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Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein und der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven

(c) APA/BKA/ANDY WENZEL (ANDY WENZEL)

Außenminister Alexander Schallenberg und der kroatische Chefdiplomat Gordan Grlic Radman

(c) APA/BKA/ANDY WENZEL (ANDY WENZEL)

Das Neujahrskonzert 2021 wird dann Riccardo Muti dirigieren - und zwar zum sechsten Mal.

(c) APA/HANS PUNZ (HANS PUNZ)
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Vom Debüt bei den Salzburger Festspielen 1971 mit Donizettis "Don Pasquale" bis zur engen Zusammenarbeit mit den Wiener Philharmonikern: Österreich ist für den Superstar der klassischen Musik ein wichtiges Stück künstlerischer Heimat. "Die Beziehung zu den Wiener Philharmonikern war immer die Konstante in meinem Leben. Wien ist seit jeher meine zweite Heimat", pflegt der Musikpurist zu sagen.

Der dreifache Vater, der seit 1969 mit der Mezzosopranistin Cristina Mazzavillani verheiratet ist, wurde am 28. Juli 1941 als erster von fünf Söhnen in Neapel geboren. Er studierte am Konservatorium San Pietro a Majella Klavier sowie an der Universität Neapel Philosophie. Von 1971 an dirigierte Muti alljährlich bei den Salzburger Festspielen, 2007 bis 2011 war er Intendant der Pfingstfestspiele.

1973 debütierte er an der Wiener Staatsoper mit Verdis "Aida" und tritt seitdem auch regelmäßig dort auf. So wird im Haus am Ring am 22. Mai eine neue "Cosi fan tutte" in der Regie seiner Tochter Chiara mit Muti selbst am Pult Premiere feiern. 1980 wurde der für seine Werktreue bekannte Italiener zum ersten Dirigenten des Philadelphia Orchestra ernannt, 1986 folgte er seinem Rivalen Claudio Abbado als Musikdirektor der Mailänder Scala nach - einen Posten, den er 2005 im Streit aufgab. Seit 2010 ist Muti Chefdirigent des Chicago Symphony Orchestra.

Die Dirigenten der Neujahrskonzerte

1939           Clemens Krauss
1941-1945  Clemens Krauss
1946-1947  Josef Krips 
1948-1954  Clemens Krauss 
1955-1979  Willi Boskovsky 
1980-1986  Lorin Maazel 
1987          Herbert von Karajan 
1988          Claudio Abbado 1988
1989          Carlos Kleiber
1990           Zubin Mehta
1991           Claudio Abbado
1992           Carlos Kleiber
1993           Riccardo Muti
1994           Lorin Maazel
1995           Zubin Mehta
1996           Lorin Maazel
1997           Riccardo Muti 
1998           Zubin Mehta 
1999           Lorin Maazel
2000           Riccardo Muti
2001           Nikolaus Harnoncourt
2002           Seiji Ozawa 
2003           Nikolaus Harnoncourt
2004           Riccardo Muti
2005           Lorin Maazel
2006           Mariss Jansons
2007           Zubin Mehta
2008           Georges Pretre 
2009           Daniel Barenboim
2010           Georges Pretre
2011           Franz Welser-Möst
2012           Mariss Jansons
2013           Franz Welser-Möst
2014           Daniel Barenboim
2015           Zubin Mehta
2016           Mariss Jansons
2917           Gustavo Dudamel
2018           Riccardo Muti
2019           Christian Thielemann
2020           Andris Nelsons
2021           Riccardo Muti (designiert)

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