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Kinderkonzert Traum eines Schaukelpferds: "Lillipizz" im Wiener Musikverein

Was als "Fantasie-Ritt für Sprecherin, Violoncello und Akkordeon" angekündigt wird, ist eine von Autorin Pichler besonders geliebte Mischform, "die vom Dialog zwischen Musik und Sprache lebt".

© APA/ROBERT JAEGER
 

Eine Uraufführung im Musikverein - das ist in jedem Fall eine besondere Auszeichnung, auch wenn es sich "nur" um ein Kinderkonzert im Brahms-Saal handelt. Für die vielseitige Schauspielerin, Regisseurin und Autorin Chris Pichler gibt es am 11. Jänner hier bereits die zweite Uraufführung einer Komposition nach einem Libretto von ihr. An "Lillipizz - der kleine Lipizzaner" wirkt sie auch selber mit.

Was als "Fantasie-Ritt für Sprecherin, Violoncello und Akkordeon" angekündigt wird, ist eine von Pichler besonders geliebte Mischform, "die vom Dialog zwischen Musik und Sprache lebt". Dabei liefert die vom Duo Arcord (Ana Topalovic und Nikola Djoric) intonierte Komposition von Helmut Schmidinger nicht einfach die Tonspur zu einer von Pichler erzählten Geschichte: Ziel ist es, die Kinder zum Mitmachen und Mitsingen zu bewegen.

Liebe zu Vierbeinern

Hatte sich Pichlers erster Auftrag des Musikvereins 2010 mit dem "Gestiefelten Kater" beschäftigt (Komposition: Tristan Schulze), so ist es diesmal nur der Papierform nach ein anderer Vierbeiner: Lillipizz, der so gerne ein kleiner Lipizzaner wäre, ist nämlich ein Schaukelpferd. Doch manchmal werden Träume wahr - speziell, wenn Musik dabei hilft, vom Boden der Realität abzuheben.

"Am ehesten kann man es mit 'Peter und der Wolf' vergleichen", erzählt die 50-jährige Welserin, die in Wien und Berlin lebt und demonstriert beim Telefonat mit der APA, dass sie nicht nur als Rezitatorin und Sängerin, sondern auch als Geräuschmacherin gute Figur macht: Ihr mit den Fäusten imitiertes Pferdegetrappel beweist, dass Lillipizz am Ende durchaus mehr kann als nur schaukeln.

Gesprächskonzert

"Kinderkonzerte machen mir unglaubliche Freude", versichert Pichler. Man könne witzig und spielerisch sein, müsse aber mit seiner Geschichte schnell auf den Punkt kommen. Gesprächskonzerte hat sie ebenso in ihrem Repertoire wie verschiedene Soloabende zu starken Frauen wie Romy Schneider, Marilyn Monroe oder Kaiserin Sisi, zu denen sie ebenfalls ihre Texte selber schreibt.

In ihrer Werkliste finden sich auch viele Hörspiele, Live-Hörspiele wie "Hollywood On Air" oder Rollen in Theater-, Film-und Fernsehproduktionen. Seit 2014 hat sie auch einen Lehrauftrag für "Schauspiel für Opernsänger" an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw). "Ich finde es sehr schön, dass ich so unterschiedliche Dinge machen kann", sagt Chris Pichler. "Bloß auf der Bühne zu stehen, war mir nie wichtig." Es scheint, dass sie einen Schlüsselsatz aus ihrem "Lillipizz"-Libretto aus tiefster Seele schreiben konnte: "Mach deine Träume wahr, und du wirst, was du bist."

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