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VergewaltigungsvorwürfeFrankreichs Kulturminister schaltet sich in Polanski-Debatte ein

Zum Start seines Films "J'accuse" ist Regisseur Roman Polanski in Frankreich mit neuen Vergewaltigungsvorwürfen konfrontiert. Frankreichs Kulturminister Franck Riester: "Genie ist keine Garantie für Straffreiheit".

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Demonstranten halten vor einem Kino Plakate gegen den "Vergewaltiger Polanski" in die Höhe. © APA/AFP/CHRISTOPHE ARCHAMBAULT
 

Nun hat sich Kulturminister Franck Riester in die Debatte um Roman Polanski eingeschaltet: "Genie ist keine Garantie für Straffreiheit", sagte er am Donnerstag in Paris bei einer Debatte zur Gleichberechtigung im Film, ohne den polnisch-französischen Regisseur namentlich zu nennen.

"Talent ist kein mildernder Umstand", sagte Riester weiter. Zugleich warnte er vor einem "Meinungstribunal". Am Mittwoch war Polanskis neuer Film "Intrige" (Originaltitel: "J'accuse") in den französischen Kinos angelaufen, begleitet von Protesten von Frauenrechtlerinnen. Darin geht es um den Fall des jüdischen Offiziers Alfred Dreyfus, der 1894 in Frankreich zu Unrecht wegen Landesverrats verurteilt wurde.

Ein früheres Model hatte dem in Frankreich lebenden Polanski vor dem Filmstart vorgeworfen, sie 1975 in seinem Haus in der Schweiz vergewaltigt zu haben. Polanski, der 2003 für "Der Pianist" den Oscar gewann, weist die Vorwürfe zurück. Die Oscar-Akademie hatte ihn wegen "sexuellen Fehlverhaltens" im Zuge der MeToo-Debatte 2018 ausgeschlossen.

Der 86-jährige Polanski hatte 1977 in den USA Sex mit der damals 13-jährigen Samantha Geimer. Ein Jahr später floh er aus den USA, wo ihm nach wie vor ein Prozess wegen der Vergewaltigung einer Minderjährigen droht.

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