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Premierenkritik"Simon Boccanegra" im Stadttheater: Ein Sängerfest in düsterem Ambiente

Verdis „Simon Boccanegra“ feierte am Donnerstag am Stadttheater Klagenfurt Premiere - mit tollen Stimmen, aber in einer emotionsarmen, belanglosen Inszenierung.

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Vittorio Vitelli
Vittorio Vitelli © Arnold Poeschl
 

Die musikalisch wunderbar reife, fast ohne Ohrwürmer auskommende Oper „Simon Boccanegra“ von Giuseppe Verdi kann ein Theater nur dann auf den Spielplan setzen, wenn man für die Titelpartie des Dogen von Genua einen entsprechenden charismatischen Sänger gefunden hat. Dies ist am Stadttheater Klagenfurt mit Vittorio Vitelli zweifellos der Fall: Der unglückliche, ehemalige Korsar verstrahlt nicht nur starke Bühnenpräsenz, sondern vermag auch mit schönem Timbre zu berühren, wiewohl er so manche Lyrismen noch feiner ausformen hätte können. Aber auch sein feindseliger Widerpart ist mit Luciano Batinič als nobler, würdevoller Jacopo Fiesco gut besetzt. Es fehlt ihm jedoch etwas an Bassesschwärze. Robert Watson singt den Gabriele Adorno mit Schmelz und schönen, ungefährdeten Höhen. Selene Zanetti als Amelia Grimaldi phrasiert innig mit glasklarem, reinen Sopran. Von beeindruckender Kraft hört man Csaba Szegedi als finsteren Bösewicht Paolo. Stimmgewaltig singt auch der Chor.

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hermyne
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Lesenswert?

Simon Boccanegra

Wer die Augen schließt und die wunderbar musizierten und gesanglichen Höhepunkte in Verdis Partitur auf sich Wirken lässt, der erlebt einen wirklich schönen Opernabend. Ob die Inszenierung gelungen ist? Das würde ich für mich persönlich nicht sonderlich bestätigen wollen.

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