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Literaturnobelpreisträger Peter Handke Ein Leben in Büchern

Peter Handke Superstar: Der 1942 in Griffen geborene Autor erhält den Literaturnobelpreis 2019. Ein kurzer Blick auf sein Leben und seine Bücher.

1942 in der Kärntner Provinz geboren, lebt Handke seit fast 30 Jahren Jahren in Frankreich, wo er zu seinem Domizil im Pariser Vorort Chaville vor einigen Jahren auch ein einsames Haus in der Picardie erworben hat.

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Seit über einem halben Jahrhundert steht er in der literarischen Öffentlichkeit, in den 60er-Jahren als Kulturautor gefeiert, später wegen seines nicht nur literarischen Eigensinns umstritten und seit langem regelmäßig auf jenen Buchmacher-Listen zu finden.

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Nach Besuch des katholischen Internats in Tanzenberg und des Gymnasiums in Klagenfurt studierter er ab 1961 in Graz Rechtswissenschaften. Während dieser Zeit fand er Anschluss an die Schriftsteller des "Forum Stadtpark".

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Über 11.400 Seiten soll die vom Suhrkamp Verlag vorbereitete "Handke Bibliothek" umfassen, in der alles enthalten ist, was er jemals in Buchform veröffentlicht hat. Ein gigantisches Werk.

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Erste Publikationen in der Zeitschrift "manuskripte" und erste Lesungen im Radio waren ein hoffnungsvoller Beginn. 1965 gelang es Freunden wie Alfred Kolleritsch, für Handkes Debütroman "Die Hornissen" den renommierten Suhrkamp. - Im Bild ist Handke mit Ehefrau Sophie zu sehen. Mit ihr ist er seit 1991 verheiratet.

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Sein Stern im Literaturbetrieb ging kometengleich auf, als der nahezu unbekannte Jungautor im April 1966 der Gruppe 47 bei einer Tagung in Princeton in einer erregten Schmährede "Beschreibungsimpotenz" vorwarf. Mitte der 60er erschien sein Sprachstück "Kaspar", das 1968 in Frankfurt unter Claus Peymann uraufgeführt wurde.

Handke war jemand - ein "Popstar", ein enfant terrible. Seine experimentellen Stücke sorgten für erregte Debatten, Titel wie "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" (1969) oder "Wunschloses Unglück" (1972) wurden zur Kultlektüre einer ganzen Schüler- und Studentengeneration.

In Kontrast dazu stehen die Aufregungen, die Handke, dessen Auseinandersetzung mit den eigenen slowenischen Wurzeln in seinem Stück "Immer noch Sturm" (2011) kulminierte, mit seiner pro-serbische Position in den Konflikten am Balkan und der scharfen Ablehnung der westlichen Haltung verursachte. 1996 sorgte sein Reisebericht "Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit für Serbien" für heftige Debatten, zehn Jahre später seine Rede bei der Beerdigung von Slobodan Milosevic.

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