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BurgtheaterNächste Premiere voller Stars von Teichtmeister bis Hörbiger

Mit der Wiener Fassung einer preisgekrönten Inszenierung aus Hannover folgt der nächste streich der ersten Kusej-Ära als Burg-Chef: "Die Edda" von Mikael Torfason in einer Inszenierung von Thorleifur Örn Arnarsson.

INTERVIEW: REGISSEUR THORLEIFUR OeRN ARNARSSON
Der isländische Regisseur Thorleifur Örn Arnarsson © APA/WOLFGANG HUBER-LANG
 

Schon die Besetzung macht neugierig: ORF-"Maria Theresia" Marie-Luise Stockinger, Mavie Hörbiger, Andrea Wenzl, Dorothee Hartinger und Florian Teichtmeister gehören zum Ensemble von "Die Edda", der nächsten Premiere von Martin Kusejs erster Burg-Saison. Womit der Isländer Thorleifur Örn Arnarsson am 19. Oktober sein Wien-Debüt gibt. In seiner "Edda"-Inszenierung, die im Vorjahr in Hannover Premiere hatte, werden Theatervorgänge und Denkprozesse transparent gemacht. Während rundherum Götter- und Schneetreiben herrscht, wird gleichzeitig die mächtige Weltesche Ygdrasil in aller Ruhe von den Bühnenarbeitern in der Mitte der Bühne aufgestellt.

In Island kennt die "Edda", eigentlich zwei im 13. Jahrhundert auf Alt-Isländisch verfasste Sammlungen von Götter- und Heldensagen bzw. -liedern, jedes Kind. "Wenn man diesen Abend in Island machen würde, könnte man von einer anderen Basis ausgehen. Weil diese Grundkenntnis bei den Zuschauern hier nicht vorhanden ist, fand ich es ganz wichtig, dass wir über unseren eigenen Zugang berichten." Also wurde auch ein wenig Sekundärliteratur in die Szenen eingebaut. "Es hat mich sehr gewundert, wie wenig die Deutschen über den Edda-Kosmos wussten. Denn auch Wagners Libretto des 'Rings der Nibelungen' geht in vielem zurück auf die Edda-Lieder."

Für Wien erarbeitete Thorleifur Örn Arnarsson nun eine Neufassung seiner mit dem deutschen "Faust"-Theaterpreis ausgezeichneten Inszenierung. "Der Abend in Wien wird dem in Hannover vielleicht im äußeren Erscheinungsbild, in der ausstatterischen Gestaltung sehr ähneln, seine inhaltliche Gewichtung wird aber natürlich an den Spielern in Wien orientiert sein. Es gibt keinen einzigen Spieler, der mitkommt. Ich arbeite immer sehr eng mit den Künstlern, und es ist für mich unvorstellbar, einfach eine Neubesetzung zu machen. Deswegen wird es eine Wiener Fassung."
Premiere der Wiener Fassung am 19.10., 19 Uhr. Nächste Vorstellungen: 22., 23.10., 1., 8., 16., 17.11., Karten: Tel. (01) 513 1 513. www.burgtheater.at

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