AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Happening72 Stunden Kunst an steirisch-slowenischer Grenze

100 Jahre nach der Grenzziehung von St. Germain veranstatlet "transborders" ein buntes Happening in Fluxus-Tradition von 29. August bis 1. September in de Südsteiermark und in Slowenien.

VOM 'EISERNEN VORHANG' ZUM 'GRUeNEN BAND'
Grenzüberschreitungen gibt es bei "transborders" © APA/ANDREAS STANGL
 

Kommende Woche bringt das internationale Miniatur-Festival "transborders" drei Tage lang Kunst in die steirisch-slowenische Grenzregion. An dem vom Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark organisierten Event beteiligen sich eine Reihe von weiteren Kulturinstitutionen sowie Kunstschaffende beiderseits der gemeinsamen Grenze - 100 Jahre nach der Festlegung der Grenze.

Dabei sind der Artikel VII-Kulturverein Pavelhaus, das Grazer Elevate-Festival, die grenzübergreifenden Kulturvereine Zollamt (Bad Radkersburg/Gornja Radgona), Museum des Wahnsinns (Mureck/Trate) sowie der Verein MENT aus Ljubljana. Unter den auftretenden Künstlerinnen und Künstlern finden sich bekannte Namen wie Natascha Geier, Die Mäuse, Binder & Krieglstein, Mavi Phoenix, Anita Fuchs, Natasa Berk, das Duo Resanita sowie die Protestgruppe Omas gegen Rechts.

"transborders" versteht sich als ein "transdisziplinäres Happening" in der Tradition der Fluxus-Bewegung 100 Jahre nach der Grenzziehung im Vertrag von St. Germain, das die Situation, Geschichten und Mythen entlang der Grenze zu Slowenien bis hinauf zum Dreiländereck Österreich-Slowenien-Ungarn thematisiert.

Das thematisch an der Situation während und nach der Fixierung der steirisch-slowenischen Grenze im Jahr 1919 orientierte Programm ist so strukturiert, dass das Publikum jede einzelne der Installationen, Interventionen, Konzerte und Performances verfolgen kann. Ein von ÖBB/Postbus zur Verfügung gestellter Shuttle soll die Zuschauer von einem Veranstaltungsort zum nächsten bringen. Die einzelnen Programmpunkte finden an verschiedenen Orten entlang der Mur und des Grenzbachs Kutschenitza sowohl in Österreich als auch in Slowenien statt.

Fluxus-Vorbild

Mastermind von "transborders" ist der deutsche Kunstschaffende und Autor Filomeno Fusco, der seit eineinhalb Jahren am Institut für Kunst im öffentlichen Raum in Graz tätig ist. Als Vorlage für "transborders" diente Fusco das legendäre 24-Stunden-Happening von Wuppertal im Jahr 1965. An dem Happening, das heute als Höhe- und zugleich Wendepunkt der Fluxus-Bewegung in Deutschland gilt, nahmen damals Künstler wie Josef Beuys, Wolf Vostell, Nam June Paik, Dieter Roth und Emmett Williams teil.

Startschuss für "transborders" ist am 29. August um 19.00 Uhr im Kulturverein Zollamt an der Grenzbrücke in Bad Radkersburg. Das Finale findet am 1. September um 18.00 Uhr in St. Veit am Vogau statt.

www.transborders.at

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren