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Causa ErlKünstlerinnen nach Kommissionsbericht "erleichtert"

Nach dem Gutachten, das sexuelle Belästigungen durch Gustav Kuhn festgestellt hat, fühlen sich die fünf betroffenen Künstlerinnen "erleichtert, bestätigt und endlich rehabilitiert", teilten sie dem Sender Rai Südtirol mit.

++ ARCHIVBILD ++ PK TIROLER FESTSPIELE ERL: KUHN /  HASELSTEINER
Der frühere Leiter der Festspiele Erl, Gustav Kuhn. © APA/THOMAS BÖHM
 

Nachdem die Gleichbehandlungskommission im Bundeskanzleramt in der Causa Erl in einem Gutachten sexuelle Belästigungen durch Gustav Kuhn festgestellt hatte, haben sich nun die betroffenen fünf Künstlerinnen zu Wort gemeldet.

"Es war eine unbeschreibliche Belastung, was wir an Unterstellungen und Verleumdungen in den letzten eineinhalb Jahren durchgemacht haben, bis offenbar unsere konkreten Angaben jetzt endlich eine Bestätigung erfahren haben", erklärte die Schweizer Sopranistin Mona Somm im Namen der Künstlerinnen.

Die Gegenseite in Person von Kuhns Anwalt, Ex-FPÖ-Justizminister Michael Krüger, hatte hingegen erklärt, dass das Erkenntnis der Gleichbehandlungskommission "von uns nicht anerkannt" werde. Das Verfahren sei nicht nach rechtsstaatlichen Grundsätzen geführt worden, meinte Krüger.

Die Causa Erl war im Februar 2018 ins Rollen gekommen. Der Tiroler Blogger Markus Wilhelm veröffentlichte damals Vorwürfe der sexuellen Belästigung und des Machtmissbrauchs gegen Kuhn. In einem offenen Brief warfen die fünf Künstlerinnen dem Dirigenten schließlich namentlich "anhaltenden Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe" während ihrer früheren Engagements vor. Kuhn bestritt die Vorwürfe, stellte im Sommer 2018 aber seine langjährige Funktion als künstlerischer Leiter der Tiroler Festspiele Erl bis zur vollständigen Klärung der Vorwürfe ruhend. Im Oktober legte er dann alle seine Funktionen zurück.

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